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Politik

Hohe Polizeifunktionär überlebt Attentat in Johannesburg

Ermittlungen zur Korruption und Goldhandel stehen im Fokus

Einer der ranghöchsten Polizeibeamten Südafrikas überlebte einen Attentat in Johannesburg, berichteten die Polizei. Der stellvertretende Leiter der Kriminalnachrichtendienst, Generalmajor Feroz Khan, wurde am Sonntagabend geschossen, als er nach Hause fuhr, und erhielt daraufhin dringende medizinische Versorgung im Krankenhaus. Die lokale Presse berichtete über die Notfalloperation, die zur sofortigen chirurgischen Behandlung des Beamten führte.

Das Schussereignis ereignete sich nur wenige Tage vor dem geplanten Zeugnis von Khan vor einer öffentlichen Untersuchung, die die Kriminalität innerhalb der Polizeibehörde Südafrikas untersuchen sollte. Khan wurde im Rahmen dieser Untersuchung aufgerufen, nachdem sein Name mehrfach in Verbindung mit einem gescheiterten Drogenfestnahmeversuch im Jahr 2021 genannt wurde. Die Ermittlungen zielten darauf ab, die Verbindungen des Beamten zu politischen Akteuren und Organisationen aufzudecken.

Die Untersuchung, bekannt als Kommission Madlanga, wurde eingerichtet, nachdem der stellvertretende Generalgouverneur Nhlanhla Mkhwanazi im Juli behauptet hatte, dass organisierte Kriminalitätsgruppen in die Regierung eingedrungen waren. Khan wurde zur Aussage hinzugezogen, da sein Name in diesem Kontext auftauchte. Lokal veröffentlichte Medien spekulierten über seine möglichen Verbindungen zu dem politischen Aktivisten Julius Malema und dem politischen Berater Brown Mogotsi.

Zusätzlich zu dem Attentat stand Khan bereits im Zusammenhang mit früheren Vorwürfen. Er und ein weiterer Beamter wurden im vergangenen Monat wegen des angeblichen illegalen Handels und des unrechtmäßigen Besitzes von Edelmetallen festgenommen. Diese Fälle resultierten aus einem Vorfall im Jahr 2021, bei dem ein Geschäftsmann mit unbearbeitetem Gold in Johannesburg am Flughafen OR Tambo gefunden wurde. Die Ermittler stellten fest, dass keine autorisierte Verdeckungsoperation bezüglich Edelmetallen existierte, doch Khan und ein anderer Beamter hatten die Einsatzkräfte angewiesen, den Geschäftsmann freizugeben.

Die Polizei äußerte sich zur Anschuldigung Khan, indem sie betonte, dass es vorzeitig und unverantwortlich sei, über mögliche Motive zu spekulieren oder den Vorfall mit seiner bevorstehenden Vernehmung in Verbindung zu bringen. Die Behörden betonten die Notwendigkeit, die Fakten der Untersuchung zu wahren.

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