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Wirtschaft

Wasserknappheit in Kent: SEW meldete Versorgungsstörungen

Instrumentenausfall führte zu Unterbrechungen für Tausende von Haushalten

Die Wasserversorgung in Kent litt für den zweiten Tag unter erheblichen Störungen. South East Water gab an, dass Tausende von Immobilien und Unternehmen mit Problemen bei der Wasserzufuhr konfrontiert waren, darunter in einigen Fällen ein vollständiger Wassermangel. Der Ausfall resultierte aus einem Instrumentenversagen in einer nahegelegenen Wasseraufbereitungsanlage, wie das Unternehmen mitteilte.

Etwa 7.000 Objekte im Gebiet Tunbridge Wells sahen sich mit geringem Druck, unregelmäßiger Versorgung oder gar keiner Wasserzufuhr konfrontiert. Das Unternehmen erklärte, dass der Ausfall die Versorgung betraf. Am folgenden Sonntag meldete die Firma jedoch, dass die Versorgung am Abend frühestens wieder aufgenommen worden sei. South East Water entschuldigte sich bei den betroffenen Kunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Steve Benton, der Incident Manager von SEW, bedauerte die Situation öffentlich. Er erklärte, dass die erlebten Zustände nicht dem Service entsprächen, den das Unternehmen anbot, und nicht dem Standard entsprächen, den die Kunden verdienten. Benton betonte, dass die Wasserstände in den Speichertanks verbessert wurden. Er versprach jedoch, dass die Wiederaufnahme der Versorgung eine stabile und kontinuierliche Zufuhr darstellen würde.

Um diese Stabilität zu gewährleisten, müsse das Unternehmen die Speichertanks auf ein höheres Niveau bringen. Die Firma bestätigte, dass sie auf Kurs bliege, die Wasserversorgung später am Abend wiederherzustellen. Zur Unterstützung der betroffenen Gebiete setzte SEW Tanker ein, um die Speichermengen zu erhöhen. Zudem stellten die Wasserstellen in der Stadt für einen weiteren Tag offene. Flaschenwasser wurde den Kunden über die Prioritätsdienste geliefert.

Die finanzielle Lage des Unternehmens blieb ein weiterer Kritikpunkt. SEW warnte bereits am Freitag vor „materieller Unsicherheit“ hinsichtlich seiner Existenz. Das Unternehmen hatte ein verlustreiches Jahr hinter sich, in dem es Millionen von Pönalen zahlte und sein Vorstandsvorsitzender entlassen wurde. Die Jahresbilanz zeigte, dass die Firma frische Finanzierung benötigte, um aufzutreiben, nachdem sie durch Ausfälle im Winter 55 Millionen Pfund verloren hatte.

Zusätzlich musste das Unternehmen eine Geldstrafe von 30,5 Millionen Pfund zahlen, nachdem die Aufsichtsbehörde Ofwat Untersuchungen zu früheren Versorgungsunterbrechungen, die Hunderte tausend Haushalte in Kent und Sussex betrafen, durchgeführt hatte.

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