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Wissenschaft

Sicherheit bei Medizinerprüfung: Indien reagierte auf mutmaßlichen Prüfungsbetrug

Millionen von Studierenden nahmen die entscheidende Prüfung erneut, nachdem die erste Fassung aufgrund von Leckagen annulliert wurde.

Millionen von angehenden Medizinstudenten in Indien nahmen eine entscheidende Prüfung unter beispielloser Sicherheitsvorkehrung erneut. Dies geschah nach den Vorwürfen, dass die erste Prüfungsfassung aufgrund von mutmaßlichen Leckagen annulliert worden war. Die Kandidaten standen vor der Herausforderung, die National Eligibility cum Entrance Test (NEET-UG) zu absolvieren, welche für den Zugang zu medizinischen Hochschulen in Indien zwingend erforderlich war.

Die Prüfungszentren erlebten eine erhöhte Sicherheitslage. Nervöse Studierende wurden bei den Prüfungen am Sonntagmorgen mit biometrischen Identifikationskontrollen, Metalldetektoren, gepanzerten Patrouillen und Durchsuchungen konfrontiert. Die indische Luftwaffe transportierte die neuen Prüfungsunterlagen in verschiedene Regionen, während Polizei und paramilitärische Kräfte an den 5.440 Prüfungszentren im ganzen Land stationiert blieben.

Die National Testing Agency (NTA) informierte, dass jede Prüfungsraum mit Sicherheitskameras ausgestattet war. Insgesamt wurden über 1,3 Millionen Kameras installiert, und 51.311 Störsender dienten dazu, Telefon- und elektrische Störungen zu blockieren. Zudem wurden rund 39.000 Durchsuchungsmitarbeiter eingesetzt, um auf verbotene Gegenstände zu achten. Telegram wurde aus Sorge vor dem Missbrauch für Betrug vorübergehend gesperrt.

Die Kontroversen um die Prüfung lösten weitreichende Proteste aus und forderten den Bildungsminister Dharmendra Pradhan zur Rücktritt auffordernd. Er lehnte die Forderungen ab und versicherte den Studierenden vor der Prüfung: „Setzt furchtlos, ohne Sorge, und Sie werden mit Sicherheit gut abschneiden.“

Trotz der verstärkten Sicherheitsmaßnahmen blieben die Studierenden besorgt. Einige äußerten die Befürchtung, dass die Situation nicht isoliert sei. Eine Studentin erklärte, dass die Angst bestand, da die Prüfungsunterlagen bereits einmal geleakt worden waren und dies kein Einzelfall sei. Sie betonte, dass die Wiederholung der Prüfung zwar ein positives Zeichen sei, aber die Vorbereitung in kurzer Zeit schwierig sei.

Die Schwierigkeit der Prüfung, kombiniert mit der hohen Wettbewerbsintensität für einen Studienplatz, bot Gelegenheit für organisierte Kriminalitätsnetzwerke, um von Prüfungsbetrug zu profitieren. Die Leckagen wurden an die Zentralstelle für unlauteren Geschäftsvorgänge Indiens (CBI) übergeben. Das Land sah sich mit wiederkehrenden Vorwürfen bezüglich Prüfungsbetrug konfrontiert, wie beispielsweise bei den Ergebnissen einer früheren medizinischen Prüfung im Jahr 2024.

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