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Welt

Sicherheitsbeamter in Haiti entführt

Gewalttaten in der Karibik verschärfen die Lage

Militante Männer entführten einen hochrangigen Sicherheitsbeamten in Haiti. Der Beamte, der Chef des Stabes des Verteidigungsministers und eine der ranghöchsten Personen, die in den jüngsten Gewaltakte der Karibik entführt wurde, wurde am Donnerstag in der Hauptstadt Port-au-Prince gefangen genommen. Der Sicherheitsbeamte James Boyard, der auch Inspektor-General der haitianischen Polizei war, wurde in der Hauptstadt festgehalten. Berichten zufolge nahmen seine Frau und seine sechsjährige Tochter ebenfalls mit. Es wurde eine Lösegeldforderung gestellt, wie eine Quelle dem New York Times zufolge angab.

Boyard war ein hoch angesehener Sicherheitsexperte und hatte die Aufgabe, bei der Wiederherstellung der Streitkräfte Haitis zu helfen. Die Entführung des Beamten verdeutlichte die zunehmende Bedrohungslage in der Region. Ein Analyst der International Crisis Group erklärte, dass Entführungen in Gebieten von Port-au-Prince stattfanden, die zuvor als sicher galten. Er merkte an, dass Gangmitglieder Personen mit Doppelnationalität entführten und öffentliche Amtsträger ins Visier nahmen. Dies deutete darauf hin, dass die Täter entweder höhere Lösegelder suchten oder die Behörden davon abhalten wollten, in von Gängen kontrollierten Gebieten vorzudringen.

Die Ganggewalt hatte die Karibikregion über Jahre hinweg verwüstet. Die multinationalen Polizeikräfte, die entsandt wurden, kämpften darum, in Gebiete vorzudringen, in denen die Gänge die Kontrolle ausübten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die gangbedingte Gewalt laut den Vereinten Nationen mindestens 2.310 Todesfälle, 1.106 Verletzungen und 99 Entführungen verursacht. Darüber hinaus führte die Gewalt zu Rekordzahlen an Vertreibungen, wobei fast 1,5 Millionen Menschen keinen Wohnsitz mehr hatten.

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