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Autor Craig Silvey schuldig wegen Besitzes von Kinderpornografie gestanden

Verfahren gegen den australischen Schriftsteller wurde abgeschlossen; weitere Anklagen eingestellt

Der preisgekrönte australische Autor Craig Silvey (43) hat sich schuldig wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie gestanden. Die Anklage, er hätte solch Material produziert, wurde jedoch eingestellt, woraufhin Silvey die verbleibenden Vorwürfe bezüglich des Besitzes und der Verbreitung von Material aus dem Januar zugibt. Die Ermittlungen begannen nach einer Durchsuchung seines Wohnhauses in Fremantle durch die Jugendhilfseinheit der westaustralischen Polizei, bei der er angeblich online mit Tätern in Verbindung stand und elektronische Geräte beschlagnahmt wurden.

Zusätzlich zu den ursprünglichen Anschuldigungen wurden ihm weitere Vorwürfe gemacht, die sich auf die Produktion von Material zwischen Februar und Juni 2022 sowie den Besitz weiterer Inhalte im Januar dieses Jahres bezogen. Diese zusätzlichen Anklagen wurden inzwischen eingestellt, und Silvey hat die verbleibenden Straftatsvorgänge akzeptiert. Die Vernehmung vor dem Gericht führte zu seiner Schuldgeständnis im Fremantle Magistrates Court.

Silvey ist bekannt für seinen Roman “Jasper Jones”, der als moderner australischer Klassiker gilt und in Film und Theater adaptiert wurde. Er hat auch für andere Werke wie “Rhubarb”, “Honeybee” und den Kinderroman “Runt” Anerkennung gefunden. Nach Einreichung der ursprünglichen Anklagen stoppten Verlage wie Allen & Unwin und Fremantle Press die Bewerbung seiner Bücher, und viele seiner Titel wurden aus den Leselisten entfernt.

Die richterliche Entscheidung führte dazu, dass Silveys Untersuchungshaft fortgesetzt wurde, und er steht am 3. Juli vor dem Bezirksgericht zur Verurteilung. Die Entscheidung markiert den Abschluss des strafrechtlichen Verfahrens in dieser Angelegenheit.

StrafrechtAustralienAutorKinderpornografie

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