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Wirtschaft

Sky strebte Übernahme der ITV-Mediensparte an

Zwei Milliarden Pfund für Studios-Ausgaben zur Sicherung populärer Programme

Sky verpflichtete sich zu einer Ausgabenzusage von zwei Milliarden Pfund für die Studios-Geschäfte von ITV über die nächsten fünf Jahre. Diese Verpflichtung erfolgte im Rahmen der Verhandlungen über eine Übernahme des Rundfunkarms von ITV. Ziel dieser Strategie bestand darin, die Zukunft beliebter Sendungen wie Coronation Street und Love Island zu sichern.

Sky, das von Comcast besaß, führte monatelang Gespräche über den Kauf der Medien- und Unterhaltungsgeschäfte von ITV. Diese Geschäfte umfassten die terrestrischen Fernsehsender im Vereinigten Königreich sowie die Streaming-Plattform ITVX. Die Übernahmevereinbarung, die geschätzt bei 1,6 Milliarden Pfund lag, erwartete sich Anfang Juli.

Die Verhandlungen umfassten die komplexe Trennung der Kanäle und der Streaming-Plattform ITVX von ITV Studios. Diese Produktionsfirma blieb als eigenständiges Unternehmen an der Londoner Börse gelistet. ITV Studios bildete eine der weltweit größten Produktionsgesellschaften und produzierte Erfolge wie Love Island, I’m a Celebrity… Get Me Out of Here! sowie die Drama Mr Bates vs the Post Office. Sie erwirtschaftete über die Hälfte der jährlichen Einnahmen von ITV im Jahr 2025.

ITV gründete 1955, um das Monopol des BBC auf das britische Fernsehen herauszufordern. Der Studios-Arm bestand aus zahlreichen einzelnen Produktionsfirmen und nahm Wettbewerber sowie Streaming-Unternehmen als Kunden auf. Sky besaß bereits eine langfristige kommerzielle Partnerschaft mit ITV und hatte eine Zusage für die Ausgaben, die nach der Transaktion erfolgen sollten.

Analysten prognostizierten, dass die Übernahme der Rundfunk- und Streaming-Division von ITV zu erheblichen Stellenverlusten bei ITV führen würde, da dadurch Doppelungen beseitigt wurden. Sky strebte danach, ein Streaming-Champion für das Vereinigte Königreich zu werden, indem es ITVX, den größten kostenlosen Streaming-Dienst des Landes, erwarb und damit mit Abonnementdiensten wie Netflix, Amazon Prime und Disney+ konkurrierte.

Die Transaktion sah zudem eine intensive Prüfung durch die britische Wettbewerbs- und Marktbehörde (CMA) und die Telekommunikationsregulierungsbehörde Ofcom vor. Es entstand die Sorge, dass Comcast durch die Kombination der Werbeverkaufsgeschäfte von ITV und Sky eine Kontrolle von über 70 Prozent des britischen Marktes erlangte. Die Behörden prüften mögliche Abhilfemaßnahmen, beispielsweise die Aufgabe von Drittverkaufsvereinbarungen, um die Regulierung des Werbmarktes zu überdenken.

MedienÜbernahmeRundfunkITVSky

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