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Schlangenbiss in Australien: Frau entkommt einem giftigen Eastern Brown Snake

Ein bemerkenswerter Vorfall auf einem Bahnweg führte zu einer kniffligen Rettungsaktion.

Eine Frau im sechziger Lebensjahr erholte sich nach einem Biss durch eine zwei Meter lange Eastern Brown Snake, welche sich in die Kette ihres Fahrrads verwickelt hatte. Der Vorfall ereignete sich auf einem Bahnweg in der Region Burringbar im Tweed Shire in Nord-New-Süd-Wales. Die Frau wurde am Ozeanstrand gebissen und gelangte in einem stabilen Zustand ins Krankenhaus. Die Rettungsdienste wurden um 13 Uhr gerufen, um der Verletzten Hilfe zu leisten.

Die Eastern Brown Snake gilt als eine der giftigsten Schlangen der Welt und wurde als die zweitgiftigste Art bezeichnet. Diese mittelgroße Spezies fand sich über weite Strecken in Ost-Australien, von Queensland bis Südaustralien. Obwohl Brown Snakes die häufigste Ursache für tödliche Schlangenbisse im Land darstellten, waren Todesfälle durch Bisse jeglicher Schlangenart selten. Die Frau erlitt einen sogenannten „trockenen Biss“, was bedeutete, dass das Gift nicht in ihren Blutkreislauf gelangte.

Die Freisetzung der Schlange aus der Fahrradkette gestaltete sich als äußerst schwierig. Die Auffangperson, Sarah Mailey, berichtete, dass der obere Körper der Schlange vollständig frei blieb. Da der Kopf nicht in der Kette lag, konnte er ihren Beinbereich angreifen. Mailey gelang es schließlich, den Kopf der Schlange festzuhalten, während Zeugen bei der Entwirrung halfen. Die Schlange wurde aufgrund der erlittenen Verletzungen euthanasiert.

Mailey erklärte, dass die Umstände des Vorfalls einzigartig waren. Die Reptilien suchten oft die Unterseite des Betonweges auf, um dort „kleine Höhlen und Nagetiere“ zu finden. Zudem war die Schlange in ihrem linken Auge blind, was die Situation begünstigte. Die kühleren Wetterbedingungen verlangsamten zudem die Reflexe der Schlange. Dies führte dazu, dass die Schlange nicht reagierte und die Fahrerin nicht bemerkte, dass sie sich bewegte.

Mailey betonte, dass solche Vorfälle nicht völlig neu waren. Sie berichtete, dass ein bekannter Schlangenjäger, der seit über drei Jahrzehnten diese Arbeit verrichtete, ähnliche Erlebnisse hatte. Zudem wurden Eastern Brown Snakes häufig von Einheimischen und Touristen mit harmlosen Arten verwechselt, oft aufgrund ihrer Farbe. Menschen verwechselten die Brown Snakes mit völlig ungefährlichen Arten wie der Keelback-Schlange.

Mailey erhielt zahlreiche Anrufe von Touristen, die harmlosen Arten aufgrund ihrer Erscheinung fälschlicherweise als gefährlich ansahen. Sie berichtete, dass sie oft feststellten, dass es sich um eine Brown Tree Snake handelte, obwohl die Farbe irreführend war. Für Radfahrer und Wanderer riet Mailey zur Geduld und Vorsicht. Sie empfahl, bei Sichtkontakt zu warten, bis die Schlange den Weg verlassen hatte, und bei Unmöglichkeit, sie zu bewegen, den Weg um die Schlange herum zu suchen.

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