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Softwarefehler im Luftverkehr: UK-Flugchaos durch Systemstörung

NATS-Fehler führten zu sechs Stunden Ausfall und massiven Reiseunterbrechungen

Ein Softwarefehler in einem Teil des Luftverkehrskontrollsystems des Vereinigten Königreichs verursachte in Millisekunden Chaos. Ein Defekt in der Software korrumpierte Flugdaten, was zu einem sechs Stunden langen Ausfall und massiven Flugausfällen sowie Verspätungen im gesamten Vereinigten Königreich führte, berichtete die Nationale Luftfahrtbehörde. Die Störung trat am Dienstag, dem 8. September, auf und beeinträchtigte Hunderttausende von Passagieren.

Minister rief zur dringenden Klärung auf, warum dieses Problem nicht entdeckt und behoben worden war, bevor es zu dem Chaos führte. Der Bericht von NATS ließ jedoch offene Fragen zurück, welche Ursachen die Störung ausgelöst hatten. Die Fehler traten um zehn Uhr morgens auf und wurden den Ingenieuren gemeldet, die die Untersuchung aufnahmen. Das System schien zunächst wieder funktionsfähig zu sein, bis um zwölf Uhr dreißig Uhr eine Wiederholung eintrat und ein schwerwiegendes Ereignis erklärt wurde.

Die Transportministerin Heidi Alexander erklärte, dass die Aufsichtsbehörde für die zivile Luftfahrtindustrie nun die Ergebnisse von NATS prüfen und die Behörde eingehend untersuchen würde. Fluggesellschaften forderten Entschädigung und einen glaubwürdigen Plan zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit. Ryanair forderte zudem die Entlassung des Chefs der NATS, Martin Rolfe, angesichts des dritten großen Luftverkehrskontrollfehlers im Vereinigten Königreich seit dem Sommer 2023.

Rolfe versicherte, dass das Ereignis unabhängig von den früheren Störungen war und bestätigte, dass es sich um ein Softwareproblem handelte und nicht durch falsche Handlungen von militärischen oder zivilen Betreibern verursacht wurde. Der vorläufige Bericht identifizierte den Fehler als einen „veralteten und zuvor unbekannten Softwarefehler“ sowie eine Kombination sehr spezifischer Ereignisse, die gleichzeitig auftraten, innerhalb des Nationalen Luftraumsystems.

Der Fehler trat auf, als eine manuelle Anforderung für einen Flugcode verarbeitet wurde, die für eine andere, unbenannte „höherrangige Aktivität“ pausiert wurde. Als die Verarbeitung der Flugcodeanforderung wieder aufgenommen wurde, korrumpierte der Softwarefehler die Ausgabe und beeinträchtigte nachfolgende Flugdatenaktualisierungen. Um zwölf Uhr dreiundzwanzig Uhr brach die Verbindung zwischen dem nationalen und dem Londoner Luftraummanagement erneut zusammen, und es wurde ein schwerwiegendes Ereignis erklärt. Die Kontrollzentralen mussten einige Aufgaben manuell erledigen. Bis eins Uhr dreißig Uhr begann NATS, Flüge zu beschränken, bevor das System um eins dreißig Uhr vollständig ausfiel.

Die Fluggesellschaften erhielten um anderthalb Uhr einen Hinweis auf Einschränkungen. Zwischen zwei Uhr fünfzig und vier Uhr neunundneunzig betrieb NATS das System neu und setzte schließlich um sieben Uhr dreißig Uhr die vollen Betriebsabläufe wieder auf. Dennoch hinterließ die Störung eine massive Verstopfung, verdrängte Flugzeuge und Hunderttausende von Passagieren, deren Reisepläne durcheinandergebracht wurden. Es dauerte über zwei Tage, bis die Anhäufung der Passagierunterbrechungen beseitigt war, wobei insgesamt über zweitausend Flüge annulliert wurden und die Reisepläne von Hunderttausenden von Menschen gestört blieben.

LuftverkehrIT-SicherheitNATSUK

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