Der Sohn des Modekonzerns Mango, Jonathan Andic, wurde am Dienstag von der katalanischen Polizei festgenommen. Die Verhaftung erfolgte im Zusammenhang mit der Untersuchung des Todes seines Vaters, Isak Andic. Isak Andic, der Gründer von Mango, starb im Dezember 2024 nach einem Sturz von einer Klippe in den Montserrat-Bergen bei Barcelona. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf die Frage, ob der Tod ein Unfall oder ein Verbrechen darstellte.
Die anfängliche Untersuchung der Behörden betrachtete den Vorfall als reinen Unfall. Später jedoch änderte sich die Einschätzung der Fallführung. Quellen berichteten, dass die Ermittler Hinweise fanden, die die Annahme eines reinen Unfalls zugunsten der Möglichkeit einer Tötung widerlegten. Die Staatsanwaltschaft erweiterte die Untersuchung, da Inkonsistenzen in Jonathan Andics Aussage aufkamen.
Jonathan Andic, der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats von Mango war, bestritt die Verantwortung für den Tod seines Vaters. Eine Familiensprecherin versicherte den Medien, dass Jonathan befragt wurde und die Familie seine Unschuld glaubte. Die Familie betonte, dass die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden total bliebe und die Unschuld ihres Sohnes bewiesen würde.
Isak Andic gründete Mango 1984 mit seinem Bruder Nahman in Barcelona. Der Modekonzern operierte zu diesem Zeitpunkt in fast 3.000 Geschäften in 120 Ländern und erwirtschaftete einen Vermögenswert von 4,5 Milliarden Dollar. Der Tod des Gründers hinterließ eine große Lücke im Unternehmen. Der CEO Toni Ruiz betonte, dass die Leistungen und das Vermächtnis Isaks die Grundlage für die Fortführung des Projekts Mango bildeten.
Die Gerichte hatten den Fall zunächst im Januar 2025 wegen fehlender Beweise für kriminelle Handlungen geschlossen. Die erneute Öffnung der Ermittlungen zeigte jedoch, dass die Behörden weitere Beweismittel, insbesondere Mobiltelefone, untersuchten. Die gerichtliche Zuständigkeit wechselte im September des Vorjahres von Zeuge zu möglicher Verdächtiger. Die Familie hoffte auf eine baldige Klärung des Verfahrens und die Bestätigung der Unschuld ihres Sohnes.