Eine Bewohnergruppe objektierte die Vergabe von Gaststätten- und Ausschanklizenzen in Soho vehement. Eine Gesellschaft, die durch die Stadtverwaltung finanziert wurde, erklärte, dass diese Regelungen den Ruf des Entertainment-Distrikts auf internationaler Ebene zerstören würden. Die Betreiber des Gebiets äußerten ihre Besorgnis über diese Entwicklung.
Die Soho Society, eine Gruppe von Bewohnern, die seit 1972 gegründet wurde, zielte darauf ab, den Charakter von Soho zu bewahren. Auf ihrer Jahreshauptversammlung stimmte die Gesellschaft für eine neue Lizenzregelung. Diese Regelung sollte sämtliche neuen Anträge für Bars und Restaurants sowie die Verlängerung bestehender Lizenzen in der Gegend herausfordern. Zudem sollte die Gesellschaft jede Einrichtung, die über die Kernzeiten hinaus operierte, ablehnen, welche die Westminster-Verordnungen um 23 Uhr überschritten. Die Gesellschaft argumentierte, dass das Gebiet eine Intensivierung des Nachtlebens, unzumutbare Lärmbelästigung sowie Kriminalität und Müll durch nächtliche Feiernde erlebte.
Die neue Regelung machte es für Unternehmen äußerst schwierig, in der Gegend zu eröffnen oder zu expandieren. Die Gesellschaft besaß eine formelle beratende Rolle bei allen Planungs- und Lizenzanträgen in Soho. Rupert Power, Eigentümer von Sophie’s und dem Jazz-Bar Jack Solomons, leitete die Soho-Gewerbeallianz, welche 150 kleine Unternehmen umfasste. Er betonte, dass Soho international für seine kreative Tätigkeit und seine soziale Durchmischung bekannt war. Er warnte davor, dass wenige Bewohner diesen internationalen Ruf durch eine pauschale Politik beschädigen könnten.
Einige Mitglieder der Soho Society fühlten sich durch E-Mails unter Druck gesetzt, gegen die Regelung zu stimmen. Ein anderer Gastronom, der Mitglied der Gesellschaft war, erklärte, dass jede Anfechtung einer Lizenz, selbst aus unbegründeten Gründen, vom Rat geprüft wurde. Er befürchtete Vergeltungsmaßnahmen durch die Behörden. Er beschrieb die Behörden als „mafiaartig“ und erklärte, er stimmte nicht mit.
Ein Rechtsanwalt bemerkte, dass die neue Regelung die gesamte Bandbreite der Lizenzanträge abdeckte und somit Innovation und Vielfalt behinderte. Dies führte dazu, dass Genehmigungsverfahren durch lokale Behörden verzögert wurden und die Rechtskosten stiegen. Rupert Power beklagte, dass seine Clublizenz auf eine Uhrzeit von 1 Uhr beschränkt blieb, obwohl das historische Lokal bis in die frühen Morgenstunden geöffnet hatte. Er äußerte die Sorge, dass die Einschränkung den Ruf des West Endes auf internationaler Ebene beschädigen würde.
Die Soho Society erklärte, dass ihre Lizenzregelung ihre Bedenken hinsichtlich der kumulativen Auswirkungen widerspiegelte. Sie wiesen darauf hin, dass keine Mitglieder diese Bedenken mit der Gesellschaft besprochen hatten. Die Westminster-Behörde hingegen betonte, dass sie stets versuchte, ein Gleichgewicht zu finden. Die Stadtverwaltung nahm alle Stellungnahmen ein, darunter die der Antragsteller und die der Bewohnergruppen, und entschied jeden Fall nach seinen eigenen Maßstäben.