Jonathan Andic, Sohn des Mango-Gründers Isak Andic, trat vorübergehend als stellvertretender Vorsitzender der Modegruppe zurück. Dies geschah nach seiner Benennung als Verdächtiger in der Untersuchung bezüglich des Todes seines Vaters. In einem offenen Schreiben, das am Dienstag veröffentlicht wurde, bestritt Andic vehement seine Schuld und erklärte, die Anschuldigung habe „keinen Bezug zur Realität“ und dass die Aufarbeitung dieser Situation Zeit, Mühe und intensive Hingabe erfordere.
Ein spanisches Gericht nannte Andic letzte Woche als Verdächtigen. Isak Andic starb im Dezember 2024, nachdem er von einer Klippe über hundert Meter (330 Fuß) hinabgestürzt war, während beide in den Bergen außerhalb Barcelonas wanderten. Das Urteil des Richters deutete darauf hin, dass der Tod möglicherweise nicht zufällig gewesen war und dass Jonathan Andic „eine aktive und vorsätzliche Rolle“ gespielt habe.
Jonathan Andic wurde bereits im Januar 2025 als stellvertretender Vorstand der Holdinggesellschaft von Mango benannt, etwa sechs Wochen nach dem Tod seines Vaters. Der Vorstand von Mango veröffentlichte am Dienstag eine Erklärung, in der er „volle Zuversicht“ hinsichtlich einer günstigen Lösung der rechtlichen Verfahren äußerte und hoffte, dass dies so schnell wie möglich geschehe.
Das Urteil des Gerichts besagte zudem, dass die Beziehung zwischen Vater und Sohn aufgrund von Jonathan Andics Besessenheit mit Geld verschlechtert worden sei. Zudem enthielten seine WhatsApp-Nachrichten „Gefühle von Hass, Groll und Todesgedanken“ sowie Vorwürfe seines Vaters für seine Lage.
Jonathan Andic, 45 Jahre alt, bestritt diese Darstellung. In seinem offenen Schreiben betonte er, dass sie viele glückliche, geschätzte und liebevolle Momente geteilt hätten. Er argumentierte, dass sie wie in vielen Familien auch schwierige und herausfordernde Zeiten erlebten, welche sie durch großen Einsatz, Großzügigkeit und Unterstützung überwunden hätten.