Millionen von Menschen versammelten sich, um die Sonnenfinsternis in Europa zu beobachten. In Cornwall strömten Besucher zu den Aussichtspunkten, während in Madrid die Nachfrage nach Spezialgläsern ebenfalls stark anstieg. Die Finsternis bot eine seltene Gelegenheit, die Natur in ihrer vollen Pracht zu erleben, doch die Organisation des Ereignisses stellte logistische Herausforderungen dar.
Die Beobachter erlebten eine hohe Abdeckung, die in einigen Regionen über 95 Prozent erreichte. Gleichzeitig berichteten die Behörden über Engpässe bei den benötigten Schutzbrillen. In Penzance und St Ives mussten Besucher warten, da die verfügbaren Exemplare erschöpft waren. Zudem gab es gesundheitliche Warnungen: Die Küstenwache riet dazu, den Klippen nicht zu nahe zu kommen, während die Rettungsdienste Anweisungen für diejenigen gaben, die mit Kajaks oder Surfbrettern die Finsternis erleben wollten. Die Dunkelheit brachte zudem kühlere Temperaturen und eine reduzierte Sicht.
Parallel zu den astronomischen Ereignissen standen ernste landwirtschaftliche Probleme im Vordergrund. Über weite Teile Englands herrschte Dürre, was zu Ernteausfällen führte und die Bauern vor den schlimmsten Erntesituationen standen. Die Landwirtschaftsverbände kritisierten die mangelnde Anpassung der Planungsregelungen für Wasserreservoirs. Es wurde gefordert, dass die Ministerien das Planungssystem für solche Bauvorhaben reformierten, um den Landwirten die Möglichkeit zu geben, Wasser für die Trockenperioden zu speichern.
Die geografische Ausdehnung der Finsternis erstreckte sich über einen weiten Streifen Nord- und Zentralspaniens, sowie über Teile Portugals, Grönlands und Island. Die Finsternis blockierte das Sonnenlicht über weite Teile Westeuropas, darunter das Vereinigte Königreich, Frankreich, Belgien, die Schweiz und Norditalien. Dies stellte die erste totale Finsternis auf dem europäischen Festland seit zwei Jahrzehnten dar. Die Erwartungen an die Besucherzahl waren enorm, wobei Schiffe in der Region um Island auf den Weg machten, um das Ereignis zu erleben.
Obwohl die Aussicht auf die Finsternis spektakulär war, blieben die Wettervorhersagen in Island besorgniserregend. Niedrige Wolken erwarteten vielerorts eine Bedeckung. Dennoch versammelten sich Menschen, um dieses einmalige Naturphänomen zu erleben, während die Experten die Auswirkungen der klimatischen Bedingungen genau beobachteten.