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Technologie

Soziale Medien als Tabak: Forderungen nach Altersbeschränkungen für Minderjährige

Experten warnen vor psychischen Schäden; Ministerien beraten über neue Regulierungen

Wes Streeting forderte die Behandlung sozialer Medien wie der Tabakindustrie, da diese extrem süchtig machten und die Gesundheit gefährdeten. Er argumentierte, dass große Technologieunternehmen das Modell der Tabakindustrie nutzten, um sich vor gesetzlichen Regelungen zu drücken. Streeting betonte, dass die Kinder ihr Kindheit zurückerhalten mussten, indem man ihnen den Zugang zu bestimmten Plattformen für Personen unter sechzehn Jahren verbot. Die Regierung bereitet eine Konsultation zu einem Alterslimit für soziale Netzwerke vor, und die Minister sollten innerhalb weniger Wochen eine endgültige Entscheidung treffen.

Streetings Ansichten genossen besondere Aufmerksamkeit, da er als einer der stärksten Befürworter eines Verbots innerhalb der Regierung galt. Er erklärte, ein Verbot für unter sechzehnjährige müsse der Anfang sein, nicht das Ende. Er kritisierte, dass den Technologieunternehmen die Macht über die Gestaltung ihrer Zukunft überlassen wurde und forderte die Rückgabe dieser Macht. Einige Kollegen äußerten jedoch Bedenken, ob ein solches Verbot die Jugendlichen auf das dunkle Netz führen oder sie unfähig machen sollte, die Technologie nach dem sechzehnjährigen Alter zu nutzen.

Die medizinische Fachwelt äußerte sich ebenfalls besorgt. Ein Bericht der Akademie für medizinische Königshauptlehrer warnte davor, dass die Nutzung sozialer Medien und von Mobiltelefonen eine einheitliche Kraft für den medizinischen Beruf darstellten, vergleichbar mit dem Rauchen oder dem Tragen von Sicherheitsgurten. Ärzte beobachteten eine Welle radikalisierter Jugendlicher, wobei Fälle dokumentiert wurden, in denen junge Menschen Selbstmordpakt oder das Töten von Haustieren nach Online-Inhalten eingehen. Rund die Hälfte der von der Akademie befragten Ärzte berichtete, mindestens einmal wöchentlich Kinder behandelt zu haben, deren seelische Not oder körperliche Schäden mit Online-Inhalten in Verbindung standen.

Die Konsultation der Regierung untersuchte verschiedene Maßnahmen. Neben einem Alterslimit wurden auch andere Aspekte geprüft, wie die Begrenzung bestimmter Funktionen wie Live-Übertragungen, die Weitergabe von Standortdaten oder das unendliche Scrollen. Zudem erwogen man die Eindämmung personalisierter Algorithmen, die maßgeschneiderte Inhalte für Nutzer erstellten, sowie die Einführung verpflichtender Bildschirmruhezeiten. Auch die Zulässigkeit von Altersbeschränkungen für bestimmte Chatbots stand zur Debatte.

Eine Koalition von Kinderorganisationen, darunter die NSPCC und das RCPCH, äußerte jedoch die Ansicht, dass Altersgrenzen allein nicht ausreichen würden. Sie forderten ein gezieltes Verbot von Werbung, Profiling und manipulativen Gestaltungselementen. Sie betonten, dass die Erhöhung des digitalen Alters des Einverständnisses die tieferen strukturellen Probleme nicht beheben würde. Dennoch forderten sie ein vollständiges Verbot für unter dreizehnjährige für personalisierte Dienste, einschließlich sozialer Medien und künstlicher Gesprächsroboter.

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