Spanien gab bekannt, dass 70.000 der geschätzten 72.000 Migranten, die in Ceuta in Massen über die Grenze strömten, nach Marokko zurückkehrten. Der Innenminister Fernando Grande-Marlaska berichtete, dass die EU-Minister während des Treffens die Krise analysierten und Lektionen für das Grenzmanagement lernten. Er betonte, dass die Schengen-Zone in keiner Weise durch die Krise beeinträchtigt worden sei, da Ceuta ein Sonderstatus unter den Schengen-Regeln besitze und alle Ein- und Ausreisekontrollen weiterhin erforderlich blieben.
Grande-Marlaska erklärte ferner, dass die verbleibenden Personen, die kein Recht auf Aufenthalt in Spanien besaßen, nach Marokko zurückgeschickt würden. Er stellte klar, dass die spanische Regierung ihre Arbeit im Bereich der irregulären Migration anerkannt habe. Die Minister besprachen mögliche Maßnahmen zur Stärkung der äußeren Grenzen der Europäischen Union, wobei Spanien seine schnelle Reaktion auf die Krise lobte.
Dennoch kam es zu Kritik an der spanischen Politik zur Regulierung des Status von unerlaubten Migranten. Ein hochrangiger Beamter der EU äußerte, dass die Maßnahme ein ungutes Signal für die gesamteuropäische Migrationspolitik sendet. Dieser Beamte forderte eine sofortige und entschlossene Reaktion auf den Druck auf die äußeren Grenzen der Union, um eine Wiederholung der Situation von 2015 zu verhindern.
Parallel zu diesen Entwicklungen nahmen andere europäische Regionen erhebliche Herausforderungen wahr. Ungarn stand vor der Gefahr eines sofortigen Stillstands seiner Kernkraftwerke aufgrund extrem niedriger Wasserstände auf dem Donau. Zudem verzeichneten große Teile Mitteleuropas neue Höchsttemperaturen, was die Energieversorgung und die wirtschaftlichen Perspektiven Deutschlands bedrohte. Insbesondere der Rhein, als wichtigste Logistikachse Europas, erlebte rekordverdächtig niedrige Wasserstände, was die deutsche Industrie direkt betraf.
In Dänemark wurde die unkontrollierte Migration als Bedrohung für Europa und das Land bezeichnet. Der dänische Innenminister betonte die gemeinsame Verantwortung, die äußeren Grenzen zu sichern und die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern zu intensivieren. Er forderte verstärkte Mittel für die Stärkung der Grenzüberwachung und eine stärkere Kontrolle der Einwanderungspolitik.