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Spanische Waldbrände töteten: Britische Familie kehrte in ihr Dorf zurück

Katastrophe in Almeria: 13 Tote, mangelnde Evakuierungsanweisungen und Kritik an Behörden

Als die britische Familie die kurvige Straße nach Bédar hinaufstieg, stießen sie auf eine verbrannte und desolate Landschaft. Überall lagen geschmolzene Autoteile, und aus dem Fenster sahen sie die gesamte Anhöhe, die in eine staubige schwarze Färbung getaucht war. Der Brand, der am Donnerstag in der Provinz Almeria in Spanien ausbrach, forderte das Leben von mindestens dreizehn Menschen, darunter fünf Personen, die von spanischen Behörden als Briten identifiziert wurden. Die Todeszahlen stiegen am Sonntag weiter an, als eine neunzigjährige Frau, die als Britin galt, an ihren Verletzungen im Krankenhaus starb.

Der Feuer, der nun eingedämmt wurde, verzehrte etwa sieben Tausend Hektar Land, wie die Behörden berichteten. Die Ausdehnung der Zerstörung zeigte die Heftigkeit der Flammen, welche durch Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu fünfzig Kilometern pro Stunde befeuert wurden. Die Tragödie verdeutlichte die Gefahr, die durch die unvorhersehbare Dynamik des Feuers entstand.

Die Familie Mitchell, bestehend aus Emma und ihrem Ehemann Simon, zog vor drei Jahren nach Bédar, wo sie für fünf Küken und ihre drei Hunde sorgten. Sie berichteten, dass sie nie klare Anweisungen zur Flucht bei einem Brand erhalten hatten. Emma Mitchell äußerte sich empört über die mangelnde Vorbereitung: „Beim nächsten Mal wäre es gut gewesen, einen Alarm auf unseren Mobiltelefonen zu erhalten. Wir erhalten einen Alarm für Erdbeben, die fünfzig Meilen entfernt sind, aber keinen Alarm für einen Brand, der einen Viertelkilometer entfernt liegt.“

Die Familie fand Glück, da ihr Haus und die Tiere überlebt hatten, obwohl das Inferno um das Haus herum tobte. Emma zeigte sich besonders wütend auf die lokalen Beamten, die behaupteten, einige der Opfer, darunter Briten, hätten die Anweisungen nicht befolgt. Sie forderte die Verantwortlichen auf: „Sie müssen Ihre Angelegenheiten regeln und versuchen Sie nicht, Opfer zu beschuldigen. Diese Menschen, die starben, hatten keine Anweisungen zu befolgen, sie taten das Beste, was sie in den Umständen konnten, und sie zahlten den Preis.“

Die spanische Regierung und die spanische Garde reagierten zunächst nicht auf Bitten um Stellungnahmen. Premierminister Pedro Sánchez plante einen Besuch in der von dem Brand zerstörten Region Los Gallardos, wo viele Ausländer lebten, für Montag. Die Brite wurden als Paar gefunden, das in einem Graben lag, schwer verbrannt und nur noch halb bewusstlos. Die Ereignisse erinnerten an die tödlichsten Waldbrände der spanischen Geschichte, wie beispielsweise die Ereignisse von 1984 oder 1979. Der Klimawandel verstärkte diese Gefahr, indem er höhere Temperaturen und intensivere Waldbrände verursachte.

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