Die Todeszahlen infolge der verheerenden Stürme in Teilen Chinas stiegen am Dienstag auf fünfzehn an. Die staatlichen Medien berichteten, dass hunderte weitere Verletzte und Zehntausende evakuiert wurden. Der Landrat Chinas, Xi Jinping, forderte umfassende Anstrengungen zur Rettung der von den Wetterereignissen betroffenen Bevölkerung.
Gewitter und Sturmböen töteten mindestens elf Menschen und verletzten dreihundertdreiunddreißig Personen in der Provinz Hubei, wo „schwere konvektive Wetterlagen“ Städte traf. Andererseits wurden an anderen Orten am späten Montag Tornados gemeldet. Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete zudem, dass vier Tausend achthundert Häuser beschädigt und zwanzig weitere eingestürzt waren. Diese Episode der schweren konvektiven Wetterlage zeichnete sich durch ihren plötzlichen Beginn und die intensiven, kurzzeitigen Winde aus.
In der südlichen Region Guangxi töteten starke Regenfälle und Überschwemmungen durch den Taifun Maysak mindestens vier Menschen. Mindestens fünfzigtausend Menschen mussten evakuiert werden, während acht Personen noch vermisst wurden. Die Behörden in Nanning, der Hauptstadt Guangxis, hoben die Hochwasserschutz-Notfallreaktion auf das höchste Niveau, nachdem der sintflutartige Regen Dämme durchbrach. Ein dramatisches Video zeigte einen Strom schlammiger Wasser, der über die zerfallenen Betonwände eines Staumauerdamms raste, der einstürzte.
Ein separates Ereignis sah am Dienstmorgen eine Erdrutschung in einem Dorf der nordwestlichen Provinz Gansu, die 33 Menschen begrub. Siebzehn von ihnen wurden jedoch erfolgreich gerettet. Die lokalen Behörden versicherten, dass sie alle Anstrengungen unternahmen, um vermisste Personen zu suchen, betroffene Einwohner ordnungsgemäß umzusetzen und zu settleen, sowie strikt gegen sekundäre Katastrophen zu wachen.
Natürliche Katastrophen traten in China häufig auf, insbesondere im Sommer, wenn einige Regionen intensive Niederschläge erlebten, während andere in sengende Hitze versanken. Wissenschaftler warnen davor, dass die Intensität und Häufigkeit globaler Extremwetterereignisse zunehmen werden, da der Planet durch die Emissionen fossiler Brennstoffe weiter erhitzt wird. Bereits im Mai starben in China mindestens zwanzig Menschen infolge starker Regenfälle in den zentralen und südlichen Regionen, wobei einige Orte „rekordreiches Niederschlag“ erlebten.