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Politik

Staatsanwaltschaft untersucht Mutmaßungen von Mobbing in Regierungsabteilungen nach Suizidversuch

Nach Todesfällen und Suizidversuchen in Ministeriumsbezirken wurde eine Voruntersuchung eingeleitet.

Die Staatsanwaltschaft in Paris eröffnete eine Voruntersuchung zu mutmaßlichem Mobbing in Regierungsabteilungen. Diese Untersuchung folgte auf den Suizidversuch eines Mitarbeiters in einer Abteilung, die mit dem Büro des französischen Premierministers verbunden war, berichtete France Inter. Die Berichterstattung thematisierte die anhaltenden Probleme der psychischen Gesundheit innerhalb der staatlichen Verwaltung.

Die Radiostation berichtete am Montag über die Todesfälle und Versuche, die in den letzten Jahren stattfanden. Zwei Regierungsmitarbeiter starben durch Suizid, und zwei weitere hatten Suizidversuche unternommen. Es wurden zudem Beschwerden über angebliches Mobbing in verschiedenen Abteilungen eingereicht. Ein Mitarbeiter hatte bereits im Juni eine Beschwerde bei der Staatsanwaltschaft Paris über Mobbing in bestimmten Regierungsabteilungen eingereicht.

Ein Dokument, das France Inter und AFP sahen, zeigte, dass eine Beschwerde eingereicht worden war, die annahm, dass institutionelles Mobbing zu dem Suizidversuch eines Mitarbeiters geführt hatte. Die Voruntersuchung betraf eine Gruppe von Dutzenden von Regierungsabteilungen und Missionen, die unter der Schirmherrschaft der Dienste des Premierministers arbeiteten.

Der Mitarbeiter, der im Zentrum der Voruntersuchung stand, arbeitete in einem Dienst, der sich mit Korrespondenz für das Büro des Premierministers befasste. Ein Anwalt des Opfers erklärte, dass sein Mandant ignoriert worden sei. Er habe nicht mehr zu Besprechungen eingeladen und sei aus der Personalliste gestrichen worden. Er habe sich als irrelevant behandelt und sei als Ausgestoßener betrachtet worden. Die Schwierigkeiten für die Mitarbeiter wurden durch die politische Instabilität der Regierung verschärft, die durch die Auflösung der Nationalversammlung und die Anordnung einer Neuwahl im Juni 2024 verursacht wurde.

Zwei hochrangige Beamte in der Abteilung des Premierministerdienstes drückten nach den Todesfällen und Suizidversuchen vollen Respekt und Unterstützung für Kollegen und Familien aus. Sie betonten, dass das psychische Wohlergehen eine „ständige Priorität“ für die Dienste des Premierministers blieb. Es wurde zudem eine spezialisierte Prüfung des Arbeitsumfeldes zur Verbesserung des Wohlbefindens angekündigt. Eine der Suizidfälle wurde als nicht mit dem Regierungsdienst verbunden befunden. Ein weiterer Suizidversuch stand im Zentrum einer Verwaltungsuntersuchung aufgrund von Mobbingvorwürfen. Die Ermittlungen zu den Todesfällen liefen in enger Zusammenarbeit mit den Vertretern der Gewerkschaften.

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