Zwei Flugzeuge verfehlten auf dem Rollfeld des meistbefeuerten Flughafens Australiens knapp eine Kollision, als die Behörden die mangelnde Personaldecke als Ursache nannten. Die Flugzeuge von Jetstar und Qatar Airways nahmen um sieben Uhr morgens in Sydney in unmittelbarer Nähe aufeinander. Ein Jetstar-Sprecher erklärte, sein Flugzeuge folge den Anweisungen der Flugsicherung, als die Piloten abrupt bremsen mussten, weil ein anderes Flugzeug in unmittelbarer Nähe erschien. Eine Untersuchung des Vorfalls begann umgehend, um die genauen Umstände des Ereignisses zu klären.
Erste Ermittlungen deuteten darauf hin, dass das Zugfahrzeug, welches das Qatar-Flugzeug zog, möglicherweise die Anweisungen nicht befolgte. Das australische Transport-Sicherheitsbüro (ATSB) leitete eine Untersuchung des „Beinahe-Unfalls“ ein. Es stellte fest, dass ein Jetstar-Flugzeug A320 auf dem Rollfeld zum Flughafen Gold Coast fuhr, als die Besatzung ein Qatar Airways Boeing 777 beobachtete, welches unter Zug von einem Flugzeugzug in unmittelbarer Nähe einer Kreuzungswegbahn befand. Beide Flugzeuge hielten abrupt an. Ein Kabinenmitarbeiter an Bord des A320 erlitt Verletzungen, und es entstand Schaden an der Verbindung zwischen dem Fahrwerk des Boeing 777 und dem Flugzeugzug.
Airservices Australia informierte über die laufenden Bemühungen, die Nachfrage am Flughafen sicher zu bewältigen, insbesondere angesichts des gemeldeten Sicherheitsvorfalls zwischen den beiden Flugzeugen. Die Behörde arbeitete mit den Fluggesellschaften zusammen, um Verzögerungen und die Auswirkungen auf die Passagierreisen so gering wie möglich zu halten. Jetstar meldete, dass der Flug annulliert und die Passagiere auf spätere Verbindungen umgebucht wurden. Es gab keine Verletzten unter den Passagieren.
Der Vorfall ereignete sich inmitten einer Phase erheblicher Verspätungen. Der Flughafen kämpfte am Samstag mit Verzögerungen von über 150 Flügen, bedingt durch den Mangel an Personal. Der Chef der Airlines für Australien und Neuseeland, Stephen Beckett, forderte Airservices auf, die Ursache des Problems zu identifizieren und Pläne zur Behebung vorzulegen. Er betonte, dass die Personalbesetzung für die Flugsicherung drei aufeinanderfolgenden Tage nicht gewährleistet werden konnte.
Der Premierminister von New South Wales, Chris Minns, äußerte sich besorgt über die Situation. Er betonte, dass nicht nur die Sicherheitsrisiken, sondern auch die Kapazität des Flughafens voll auszuschöpfen wichtig seien. Er erklärte, dass die Verfügbarkeit von Fluglotsen für die Wirtschaft und die öffentliche Sicherheit von entscheidender Bedeutung sei. Minns äußerte die Hoffnung, dass ein Plan zur Rekrutierung von Fachkräften für diese spezialisierte und wichtige Tätigkeit existierte. Er betonte zudem, dass die zukünftige Erweiterung des Flughafens weitere Belastungen auf diese Dienste legen würde und dass die Besetzung dieser Stellen aufgrund des angespannten Arbeitsmarktes schwierig sei.