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Starkregen und Sturzfluten treffen Barcelona: Ein Todesopfer und weitreichende Störungen

Warnungen blieben aus, die Region erlebte massive Überschwemmungen und Verkehrsstörungen

Nordostspanien erlebte durch sintflutartigen Regen und Sturzfluten erhebliche Schäden, wobei ein Todesfall registriert und weitreichende Störungen in der gesamten Region herrschten. Die nationale Wetterbehörde AEMET erließ Warnungen vor starkem Niederschlag in den östlichen Gebieten und setzte für die Küstenregion Barcelonas einen Rotalarm. Die Rettungskräfte fanden am Donnerstag den Leichnam eines Mannes in Olivella, etwa 40 Kilometer westlich von Barcelona, nachdem sein Fahrzeug von einem Bach weggespült worden war. Die Behörden bestätigten, dass die Flut die Mobilität in Katalonien und Valencia massiv beeinträchtigte, was zu Flugausfällen und überfluteten Straßen führte.

Die Notdienste in Katalonien verzeichneten über 850 Anrufe im Zusammenhang mit den Starkregenereignissen und katalogisierten über 500 Vorfälle. Die katalanischen Feuerwehrleute berichteten, dass sie den Leichnam des Mannes in Olivella gefunden hatten und damit frühere Berichte korrigierten, die die vermisste Person fälschlicherweise als Frau identifiziert hatten. Auf sozialen Medien zeigten Videos teilweise überflutete Fahrzeuge und Rettungskräfte, die versuchten, ein Fahrzeug in einer stark überfluteten Unterführung zu erreichen.

In Barcelona wurden einige Metrostationen geschlossen und Busse umgeleitet, während Regionalzüge gestört und Flüge am Flughafen El Prat verspätet oder abgesagt wurden. In der benachbarten Valencia fielen in mehreren Gemeinden in nur einer halben Stunde über 70 Millimeter Niederschlag, was laut AVAMET als seltenes Ereignis beschrieben wurde. Die Notdienste in der Provinz Valencia meldeten 478 Vorfälle, die hauptsächlich Schäden an Eigentum, Leckagen und Verkehrsbehinderungen betrafen.

Die Wetterexperten betonten die Seltenheit der Niederschlagsakkumulationen in dieser kurzen Zeitspanne. Die Flut ereignete sich inmitten einer Zeit, in der Spanien aus seinem heißesten Sommer seit langem hervorging und ein außergewöhnlich warmer Beginn des Septembers folgte. Wissenschaftler äußerten die Ansicht, dass der menschengemachte Klimawandel die mediterranen Stürme verstärkte, die typischerweise im Herbst Ostspaniens auftreten. Die Erwärmung des Mittelmeers erhöhte die Verdunstung und trug somit zu intensiveren Niederschlägen bei.

Die jüngsten Überschwemmungen erinnerten an die verheerenden Ereignisse in Valencia, die vor zwei Jahren über 230 Menschenleben forderten. Die Situation erzwang von den Behörden die Empfehlung, unnötige Fahrten zu vermeiden, während Premierminister Pedro Sanchez die „sehr komplizierten Situationen“ anmerkte.

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