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Politik

Gewerkschaften prognostizierten: Starmer führt Labour nicht in die nächste Wahl

Unions fordern einen Plan für einen neuen Spitzenkandidaten

Die unterstützenden Gewerkschaften der Labour-Partei prognostizierten, dass Keir Starmer die Partei nicht in die nächste allgemeine Wahl führen würde. Diese Intervention destabilisierte den Premierminister nach den belastenden Tagen. Die elf Labour-nahen Gewerkschaften, darunter Unite, Unison und die GMB, erwarteten, am Mittwoch eine gemeinsame Erklärung abzugeben. In dieser Erklärung forderten sie, dass die Partei zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Plan zur Wahl eines neuen Führers aufstellen müsse.

Bei einem privaten Treffen am Dienstag teilten sich die Gewerkschaften bezüglich der Forderung nach einem Zeitplan für den Rücktritt Starmer. Es gab innerhalb der Gewerkschaftsvertreter eine erhebliche Meinungsverschiedenheit. Dennoch einigten sich die Organisationen darauf, eine Erklärung abzugeben, welche die Notwendigkeit eines Führungswechsels bekräftigte. Die GMB und die Community argumentierten jedoch, dass es nicht im Interesse der Gewerkschaften lag, sich in Führungsstreitigkeiten einzumischen.

In einer vorläufigen Fassung der Erklärung erklärten die Gewerkschaften, dass es für sie klar gewesen sei, dass Labour seinen derzeitigen Kurs nicht fortsetzen könne. Obwohl Fortschritte, wie beispielsweise Aspekte des Arbeitsrechtsgesetzes und die Erhöhung des Mindestlohns, erzielt worden seien, empfanden sie die Ergebnisse der letzten Wahl als verheerend. Sie betonten, dass Labour nicht ausreichend für die von den Arbeitern gewünschte Veränderung geliefert habe. Der Fokus müsse auf der grundlegenden Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik und der politischen Strategie liegen, nicht auf den persönlichen Dramen in Westminster.

Starmer hatte sich zunehmend sicher gefühlt, die unmittelbare Bedrohung seiner Position am Dienstag abgewehrt zu haben, nachdem ein Versuch von Wes Streeting gescheitert war, obwohl mehrere Verbündete des Gesundheitsministers die Regierung verließen. Dennoch wurde die Autorität des Premierministers durch die Rücktritte von vier Ministern, von denen drei enge Verbündete von Streeting waren, geschwächt. Darüber hinaus forderten über 90 Labour-Abgeordnete seit dem Wochenende seinen Rücktritt. Selbst seine loyalsten Minister räumten privat ein, dass Starmer unwahrscheinlich die Partei in die nächste Wahl führen würde, es sei denn, er könne seine und die Regierungssituation dramatisch wenden.

Die Gewerkschaftsvertreter betonten in ihrer Entwurfserklärung, dass die Gewerkschaften klar gemacht hatten, dass Labour seinen aktuellen Weg nicht fortsetzen könne. Sie forderten eine gemeinsame Vision für Politik, Strategie und Wirtschaftspolitik, um Labour zurück zu den Arbeitern zu führen und die Partei in die Interessen der Arbeiter zu regieren. Die Gewerkschaftsvertreter signalisierten, dass die Zukunft der Partei diskutiert und bestimmt werden müsse, um die grundlegende Veränderung zu vollziehen.

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