Zali Steggall erwartete die baldige Gründung einer neuen politischen Organisation nach Monaten geheimer Gespräche über die Zukunft der ‚Teal‘-Bewegung. Die Aussicht auf eine solche Partei teilte jedoch die Abgeordneten der Kreuzbanken anfangs. Ein Monat nach den Berichten über fortgeschrittene Gespräche unter den ‚Teal‘-Abgeordneten über die Bildung einer neuen politischen Allianz, erwartete die Zeitung eine offizielle Ankündigung in Kürze.
Steggall informierte die ‚Teal‘-Abgeordneten und prominente Mitglieder der unabhängigen Bewegung letzte Woche über die Vorteile der Zusammenführung. Ihre Präsentation umfasste Umfragen und eine Erläuterung der Vorteile des Arbeitens in einer Parteistruktur, so Quellen, die mit dem Projekt vertraut waren. Diese Diskussionen intensivierten sich in den letzten sechs Monaten, da der Aufstieg von One Nation die Abgeordneten zwang, den besten Ansatz zu suchen, um in der sich wandelnden politischen Landschaft relevant zu bleiben.
Steggall begründete in einem Meinungsbeitrag für die Australian Financial Review die Notwendigkeit einer neuen Partei. Sie argumentierte, dass die Erfolge der unabhängigen Gemeinschaft die Forderung nach Politikern belegten, die rechenschaftspflichtiger, lokaler und auf die Bedürfnisse der Wähler bedachter seien. Sie schlug vor, dass die nächste Phase nicht darin bestünde, zwischen unabhängigen und Parteien zu wählen, sondern die Stärken beider zu vereinen.
Die Struktur der geplanten Allianz blieb jedoch unklar, obwohl Steggalls Kommentar nahelegte, dass diese sich vom ‚von oben‘ geführten Modell der großen Parteien unterscheiden würde. Es wurde vermutet, dass Kandidaten von ihren jeweiligen Gemeinschaften gewählt würden. Jede Partei zielte wahrscheinlich auf Sitze im Senat ab, wo die Kreuzbanker eine größere Chance hatten, das Gleichgewicht der Macht zu halten und somit Gesetze zu beeinflussen.
Einige Kollegen von Steggall, darunter Allegra Spender, Sophie Scamps und Nicolette Boele, zeigten sich offen für die Idee, ohne sich jedoch öffentlich zu verpflichten. Monique Ryan und Kate Chaney lehnten die Idee jedoch entschieden ab. Ryan bekräftigte ihre Position, indem sie erklärte, dass sie keine Absicht hatte, einer Partei beizutreten, da die Menschen mit politischen Parteien unzufrieden seien. Andrew Wilkie, ein unabhängiger Abgeordneter, lehnte ebenfalls die Mitgliedschaft in einer Partei ab und wünschte denjenigen, die eine Partei gründeten, Erfolg. Die ‚Teal‘-Quellen erwarteten, dass Steggall die Ankündigung selbst machte, doch andere konnten sich näher an die nächste Bundeswahl in den frühen Jahren 2028 anschließen.