Stephen Colbert beendete seine Tätigkeit als Moderator der Sendung The Late Show. Dies geschah kurz nach seiner letzten Auftritt auf CBS, als er eine öffentliche Sendung in Monroe, Michigan, moderierte. Die Entscheidung zur Beendigung seiner Tätigkeit resultierte aus einer finanziellen Entscheidung von Paramount, dem Mutterkonzern von CBS.
Colbert hatte die Sendung seit 2015 geleitet. Der Abschluss seiner Ära erfolgte, als CBS die dreißigjährige Institution aufgrund dieser Entscheidung abschaffte. Die Kündigung stand im Zusammenhang mit dem geplanten acht Milliarden Dollar-Zusammenschluss von Paramount mit dem Hollywood-Studio Skydance. Dieser Zusammenschluss hatte Monate Verzögerung erfahren, nachdem Donald Trump eine Klage gegen die Nachrichtensendung 60 Minutes eingereicht hatte.
Colbert bezeichnete die Einigung zwischen Paramount und Trump als eine „große Bestechung“. Er hatte sich als einer der offensten Moderatoren der späten Nachtsendungen positioniert, der die Trump-Administration und deren Politik scharf kritisierte. Kritiker sahen die Einstellung der Sendung als einen Versuch, die Trump-Administration weiter zu besänftigen, während der Medienwettbewerb vor dem Genehmigungsprozess des Zusammenschlusses stand.
Donald Trump reagierte auf die Ereignisse mit einer provokativen Videoaufnahme. Er veröffentlichte ein KI-generiertes Video, in dem er Colbert zeigte, wie er ihn in einen Mülleimer warf. Trump richtete seine Offensive auch gegen andere späte Nachtmoderatoren und drohte damit, die Rundfunkanstalt (FCC) zu nutzen, um Sendern ihre Lizenzen zu entziehen.
Die späten Nachtsendungen erlebten in den letzten Jahren einen Rückgang sowohl bei den Zuschauern als auch bei den Einnahmen. Die Beendigung von The Late Show markierte somit nicht nur das Ende einer Fernsehserie, sondern auch einen weiteren Konflikt zwischen Medienmacht und politischer Rhetorik.