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Stereotypen über Sonnenliegen: Italienische und französische Touristen wurden als Nutznießer identifiziert

Neue Umfrage enthüllte, dass die Vorstellung, dass Deutsche Sonnenliegen monopolisierten, weitgehend falsch war.

Eine neue Umfrage unter europäischen Urlaubern enthüllte, dass die traditionelle Vorstellung, dass Deutsche Sonnenliegen monopolisierten, weitgehend unbegründet war. Während viele Deutsche und Briten die Verbindung zwischen Deutschen und dem Ritual des frühen Aufstehens, um einen Platz zu sichern, herstellten, zeigte die Daten, dass diese Wahrnehmung in anderen europäischen Ländern kaum existierte. Nur ein geringer Anteil der Befragten in anderen Staaten teilte diese Stereotyp.

Die Untersuchung ergab zudem signifikante Unterschiede in der Praxis der Liegeplatznutzung. Nur 38 Prozent der deutschen Urlauber, die in Orte mit Pools und Sonnenliegen blieben, gaben an, ein Liegeplatz mit Handtuch zu reservieren. Im Gegensatz dazu gaben 45 Prozent der italienischen und französischen Vergleichsgruppen dies an. Briten zeigten die geringste Bereitschaft, die Nutzung eines Liegeplatzes zu beanspruchen.

Über alle erfragten Länder hinweg hielten die meisten Befragten die Praxis für inakzeptabel. Zwischen 60 und 82 Prozent der Befragten erachteten die Nutzung des Liegeplatzes für unzumutbar. Dennoch berichteten 51 bis 63 Prozent von einer Deprivation, da ihnen Liegeplätze weggenommen wurden, und 14 bis 28 Prozent gaben an, Konflikte durch das Entfernen fremder Handtücher zu lösen.

In Italien zeigte sich ein anderes Problem: die Praxis des Übernachtens von Sonnenschirmen, bekannt als „furbetti dell’ombrellone“ (Sonnenschirm-Schleicher), entwickelte sich zu einem wachsenden Trend an kostenlosen Stränden. Diese Praktik entstand im Gegensatz zu den privaten Konzessionen, die weite Teile der italienischen Küsten während des Sommers dominierten und von Touristen aufgrund hoher Preise zunehmend gemieden wurden.

Aufgrund dieser Problematik zielten die Küstenbehörden in Italien gezielt gegen die „furbetti dell’ombrellone“ in ihren nationalen Kampagnen zur Sicherheit an. In Juli ergriff eine Behörde in einem Vorort von Neapel eine Maßnahme und beschlagnahmte 40 Gegenstände, darunter Sonnenschirme, Liegen und Gartenstühle, bei einer Morgensuche an einem beliebten öffentlichen Strand. Bußgelder von bis zu 500 Euro existierten für Vergehen, während die Rückforderung der beschlagnahmten persönlichen Gegenstände ein bürokratisches Verfahren erforderte. Aktivisten betonten, dass die Verhaltensweise eher auf den Wunsch zurückzuführen sei, nicht mit Ausrüstung nach Hause transportieren zu müssen, aber eine Tendenz zur Aneignung der besten Positionen am Meer bestehe.

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