Die Erinnerung an die Stolen Generations blieb tief verwurzelt. Überlebende und ihre Unterstützer forderten seit Jahren von Regierungen umfassendere Maßnahmen zur Unterstützung jener, die aus ihren Familien entfernt worden waren. Ein neues nationales Programm für die Stolen Generations wurde veröffentlicht, um die notwendigen Schritte zur Wiedergutmachung zu konkretisieren.
Aunty Lorraine Peeters berichtete von ihrer Kindheit, als sie von ihrem Zuhause entfernt wurde. Sie erinnerte sich an die metallenen Tore, die sich öffneten, und an die systematische Entwöhnung von ihren Geschwistern. Sie wurde in ein abgelegenes Mädchenheim gebracht, wo sie als Hausangestellte trainiert und systematisch zur weißen Assimilation gezwungen wurde. Die Erziehungsmethoden zielten darauf ab, eine neue Identität und Religion zu etablieren, wobei das Mantra bestand: „Seid weiß, sprecht weiß, lebt jeden Tag weiß“.
Diese Erfahrung war nur ein Teil der Hunderte von Fällen, die im Bericht „Bringing Them Home“ dokumentiert wurden. Die Überlebenden drängten auf anhaltende Unterstützung, da die Fortschritte bei der Bewältigung der Traumata stagnierten. Organisationen wie die Healing Foundation veröffentlichten Pläne, die praktische Hilfe für Tausende von Überlebenden forderten, insbesondere für ältere Menschen, die kulturell sichere Pflege und Zugang zu medizinischer Versorgung benötigten.
Der Bericht empfahl die Einführung von Entschädigungsregelungen in allen Bundesstaaten und Territorien sowie die Einrichtung von Zugangskarten, damit Überlebende primäre Gesundheits- und Pflegeleistungen nutzen konnten. Trotz der nationalen Entschuldigung und des Berichts blieb die Umsetzung der Forderungen unzureichend. Experten betonten, dass die Bewegung zur Gerechtigkeit voranschreiten müsse, um die unvollendete Pflicht gegenüber den Stolen Generations zu erfüllen.
Aunty Lorraine betonte, dass die Arbeit an der Heilung fortgesetzt werden müsse. Sie berichtete, dass sie durch ihre Arbeit ein „gutes Leben“ für ihre Nachkommen aufbauen konnte. Sie forderte die Politik auf, die Verantwortung für die Vergangenheit anzuerkennen und sicherzustellen, dass die Opfer der Assimilationspolitik nicht erneut traumatisiert wurden.