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Energie

Stromrechnungen sanken: Erneuerbare Energien senkten Kosten in Australien

Batteries und Windkraft führten zu Preisrückgängen in den östlichen Bundesstaaten

Die Stromrechnungen für Haushalte und kleine Unternehmen sanken ab Juli um bis zu zehn Prozent in Teilen der östlichen Bundesstaaten. Eine neue Branchenstudie zeigte rekordverdächtige Werte bei erneuerbaren Energien und Speichersystemen im Stromnetz.

Haushalte in New South Wales und Südost-Queensland, die auf festgelegte Stromtarife angewiesen waren, erwarteten einen Preisrückgang zwischen drei Prozent vierzig und zehn Komma sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr, laut dem abschließenden Angebot der Australian Energy Regulator für den Zeitraum 2026-27. Einige konnten jährlich bis zu 155 Dollar sparen. Haushalte in Südaustralien mit einem Pauschalpreis erwarteten hingegen einen Anstieg von ein Komma vier Prozent.

Auch für kleine Unternehmen sanken die Preise in drei Bundesstaaten, wobei einige um bis zu zwanzig Komma neun Prozent reduzierten. Unternehmen in New South Wales sparten bis zu 1303 Dollar, in Südost-Queensland bis zu 601 Dollar und in Südaustralien bis zu 673 Dollar.

Der Vorsitzende der AER, Clare Savage, erklärte, dass die große Einführung von Batteriespeichern sowie die erhöhte Stromproduktion aus Wind und Sonne die Volatilität reduzierten, ungeachtet der Unsicherheiten, die durch den Konflikt im Nahen Osten entstanden. Sie betonte, dass die Speicher die teureren Gas- und Wasserkraftquellen am Abend verdrängten und flachere Preise über den ganzen Tag ermöglichten. Dies führte direkt zu niedrigeren Stromvertragspreisen.

Das abschließende Angebot enthielt zudem den „Solar Sharer“, ein freiwilliges Programm, das es Kunden mit intelligenten Zählern ermöglichte, drei freie Stunden Strom mittags zu nutzen. Savage rief dazu auf, dass Verbraucher mit ihren Energieversorgern sprachen, da diese Option für einige Haushalte eine transformative Möglichkeit zur Senkung der Stromrechnungen darstellte.

Auch die Kunden in Victoria erwarteten einen Preisrückgang: Die Rechnungen sanken für Haushalte im Durchschnitt um fünf Prozent, für Unternehmen um sechs Prozent, wie die von der staatlichen Kommission für wesentliche Dienstleistungen veröffentlichten Preise zeigten. Der Vorsitzende der Kommission für wesentliche Dienstleistungen, Gerard Brody, begrüßte die niedrigeren Strompreise als „willkommene Nachrichten“ für Haushalte und kleine Unternehmen, die weiterhin unter den Kostenbelastungen des Lebensunterhalts litten.

Der Energieminister Chris Bowen erklärte, dass die Reduzierung des Drucks zu Spitzenlastzeiten durch erneuerbare Energien und Speicher zum Preisverfall beitrug. Er merkte an, dass die Nachrichten einen stetigen Fortschritt zeigten, obwohl die Energiepreise weiterhin hoch blieben, da die Rechnung bei Ausfall des Kohlebetriebs stieg.

Diese Entwicklung erfolgte, als die jährliche Übersicht der erneuerbaren Industrie zeigte, dass Australien Ende 2025 fast die Hälfte der nationalen Stromversorgung durch erneuerbare Energien deckte. Die saubere Energie lieferte für 2025 vierundvierzig Prozent der Stromversorgung Australiens, im Vergleich zu neununddreißig Prozent im Vorjahr. Australien rangierte weltweit dritt bei nutzungsabhängigen Batteriespeichern, hinter China und den Vereinigten Staaten, mit zwei Gigawatt großskaliger Speicherkapazität, was einen Anstieg von zweihundertdreiunddreißig Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellte.

Dennoch warnte der Vorstand des Clean Energy Council davor, dass der Fortschritt stagnieren könnte, wenn die Investitionen in neue Wind- und Solaranlagen zurückfielen. Die Berichte zeigten, dass die Investitionen in onshore Wind und Solarenergie um vierundachtzig Prozent sanken. Dies zeigte sich besonders bei der Windenergie, da im Jahr 2025 nur neunhundert Gigawatt für die Finanzierung abgeschlossen wurden, verglichen mit zweitausendzwanzig Gigawatt im Vorjahr. Steigende Inflation, regulatorische Engpässe und verzögerte Abschaltungen von Kohlekraftwerken schwächten das Vertrauen der Investoren. Die Akzeptanz von Hausbatterien stieg hingegen um zweihundertsechszig Prozent, unterstützt durch das staatliche Programm für private Hausbatterien.

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