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Wirtschaft

Studienabschlüsse: Die finanzielle Bilanz für junge Menschen

Neue Forschungsergebnisse beleuchten den tatsächlichen Wert von Studienfächern und die Zukunft der Bildung

Junge Menschen wurden aufgefordert, ihre Studienfächer sorgfältig zu wählen. Neue Forschungsergebnisse zeigten, wie dieser Entscheid die zukünftigen Einkommen über das gesamte Leben beeinflussen konnte. Studien des Instituts für Fiskalstudien (IFS) belegten, dass Absolventen der Medizin über ihr Leben hinweg bis zu 400.000 Pfund mehr verdienen konnten als Nicht-Absolventen. Auch die Wirtschaftswissenschaften boten erhebliche finanzielle Vorteile, während andere Fächer wie kreative Künste, Philosophie und Sprachen wenig bis gar keinen finanziellen Gewinn im Vergleich zu Personen ohne Abschluss lieferten.

Die Daten deuteten darauf hin, dass ein durchschnittlicher Hochschulabsolvent über sein Leben hinweg etwa 100.000 Pfund mehr verdiente als Nicht-Absolventen, selbst nach Abzug von Steuern und Studienkrediten. Dennoch zeigte die Analyse eine ungleiche Verteilung der Vorteile: Ein Viertel der Absolventen erwartete, durch das Studium finanziell schlechter gestellt zu sein. Bei männlichen Absolventen mit geringer Vorbildung konnten etwa vier von zehn Personen erwarten, dass sie finanziell schlechter gestellt waren, als wenn sie das Studium nicht begonnen hätten.

Die Forschung untersuchte die langfristigen finanziellen Erträge des Beginns eines Vollzeitstudiums an einer britischen Universität vor dem Alter von 21 Jahren. Die Daten basierten auf der Analyse einer Kohorte von Studenten aus England, die in den mittleren 1980er Jahren geboren wurden und ihre Abiturprüfungen im Jahr 2002 ablegten. Das Bildungswesen stellte die Regierung vor die Aufgabe, Optionen zu entwickeln, um den Wachstum einiger Studiengänge bei bestimmten Bildungseinrichtungen zu begrenzen, wo die Erträge für die Studierenden konstant schlecht blieben.

Minister für Kompetenzen betonte die Notwendigkeit, dass zukünftige Studierende sorgfältig wählten. Sie erklärte, dass das Erreichen eines Abschlusses kein universelles Garant für den Erfolg sei und dass nicht alle Studienabschlüsse gleichwertig seien. Sie verwies darauf, dass zu viele geförderte und minderwertige Kurse jungen Menschen den Traum verkauften und sie im Stich ließen.

Ein Sozialmobilitätsverein betonte jedoch, dass die Universität die zuverlässigste Route zur sozialen Aufwärtsmobilität blieb. Er merkte an, dass die finanziellen Gewinne für junge Menschen aus niedrigeren Einkommensschichten oft am größten waren. Gleichzeitig mahnte man zur Vorsicht und forderte die Schaffung ausreichender alternativer Wege, wie beispielsweise Lehre und technische Pfade, um den jungen Menschen bessere Perspektiven zu bieten.

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