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Wirtschaft

Studiengebühren für Geisteswissenschaften blieben hoch: Reformen scheiterten

Experten warnen vor unfairem Schuldenaufbau und mangelnder Finanzierung der Hochschulen

Die Kosten für Studien in den Geisteswissenschaften blieben bis mindestens 2028 hoch, da Maßnahmen zur Senkung der Universitätsgebühren ausgesetzt wurden. Der Reformprozess der sogenannten „Job-ready Graduates“-Programme scheiterte, obwohl die verantwortliche Person das Schema als gescheitert bezeichnete. Unter der von der Regierung eingeführten Regelung wurden die Kosten für naturwissenschaftliche und mathematische Studiengänge drastisch gesenkt, während die Gebühren für Geistes- und Sozialwissenschaften stark anstiegen. Diese Verschiebung führte dazu, dass Studierende aus niedrigeren sozioökonomischen Schichten in einigen Geisteswissenschaften abfielen, woraufhin Kritiker ein „segregiertes“ Bildungssystem beklagten.

Barney Glover, der neue Leiter der Kommission für tertiäre Bildung, erklärte gegenüber der Zeitung, er würde der Regierung bei der Finanzierung der Studiengänge in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres Rat erteilen. Er betonte die Notwendigkeit, belastbare Beweise für Veränderungen zu liefern, da Regierungen weltweit unter Druck standen, Investitionen in die Bildung zu tätigen. Glover hatte zuvor bereits dargelegt, dass die Reformen des „Job-ready Graduates“-Programms mangelhaft seien.

Die Zeitplanung der Reformen sorgte im akademischen Sektor für Besorgnis. Der Vizepräsident der Western Sydney University, George Williams, äußerte die Sorge, dass die Kosten für Geisteswissenschaften bis mindestens 2028 hoch blieben. Er mahnte zur dringenden Korrektur, um sicherzustellen, dass Studierende nicht unfaire Gebühren zahlten und sich unzumutbare Schulden aufnahmen. Er forderte eine sofortige Lösung, damit jeder Australier die Möglichkeit zur Weiterbildung erhielt.

Datenanalysen zeigten, dass die „Job-ready Graduates“-Maßnahmen zu einem Rückgang der Bundesfinanzierung für diesen Sektor führten. Die Bundesregierung stellte 2024 1,2 Milliarden Dollar weniger Finanzmittel bereit als unter den Bedingungen vor den Reformen, und die Grundfinanzierung der Universitäten sank um 813 Millionen Dollar, trotz gestiegener Studierendenbeiträge. Die Grünen forderten eine sofortige Lösung und sprachen für eine kostenfreie Hochschulbildung, wie sie für den Premierminister galt. Die Laborpartei verlangsamte diese notwendigen Reformen jedoch.

Glover warnte zudem vor einer Überlastung der Universitäten und forderte neue Finanzierungsquellen. Er signalisierte, dass der Boom der internationalen Studierenden beendet war und die Hochschulen nun auf Stabilität und Diversifizierung ihrer internationalen Bildungspolitik achten mussten. Die Universitäten sollten sich nicht auf Wachstum, sondern auf Stabilität konzentrieren und ihre Abhängigkeit von einem einzigen Markt reduzieren. Die Behörden wiesen darauf hin, dass die Abhängigkeit von internationalen Studierenden ein zunehmendes Problem darstellte, insbesondere angesichts neuer Migrationsrichtlinien der Bundesregierung, welche den Zustrom von Studierenden in Westaustralien einschränkten.

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