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Wirtschaft

Studierende und Absolventen hätten Milliarden gespart, wenn die Indexierung der Studienschulden geändert worden wäre

Kritiker bezeichneten das System als 'kaputt' und forderten eine Reform der Schuldenberechnung

Studierende und Hochschulabsolventen hätten über ein Jahrzehnt drei Milliarden Dollar gespart, wenn die Regierung das Indexierungsdatum der HECS-Schulden um fünf Monate verschoben hätte. Unabhängige Abgeordnete bezeichneten das aktuelle System als ‘kaputt’, da es die finanzielle Belastung junger Menschen unnötig erhöhte. Bei der aktuellen Indexierung stiegen die Schulden von etwa drei Millionen Studierenden und Absolventen am Montag um eine Milliarde Dollar, da sie nach dem Inflations- oder Lohnindex auf 2,8 Prozent angepasst wurden.

Die Schulden der Studierenden akkumulierten keinen Zins, sondern erhöhten sich jährlich, um den ‘realen Wert’ der geschuldeten Summe zu wahren. Die Komplexität des Systems ergab, dass die Zahlungen der Studierenden zwar bei der Steuerbehörde gesammelt wurden, diese jedoch erst nach Abgleich der Indexierung auf die Schulden verrechnet wurden. Diese Verzögerung verursachte erhebliche Kosten für die jungen Menschen.

Die Kostenanalyse des Parlamentsbudgets zeigte, dass eine Verschiebung des Indexierungsdatums von dem 1. Juni auf den 1. November, nachdem die obligatorischen Zahlungen beglichen worden waren, über vier Jahre zu einem Verlust von 1,2 Milliarden Dollar an Einnahmen für den Haushalt geführt hätte. Diese Zahlen unterstrichen die Notwendigkeit einer systemischen Korrektur.

Monique Ryan, die die Kostenberechnungen beauftragte, betonte den Druck, dem junge Australierinnen und Australier unterlagen. Sie forderte die Regierung auf, das System gerechter zu gestalten und erklärte, dass die steigenden Studienkredite nicht zufällig entstanden, sondern das Ergebnis bewusster politischer Entscheidungen der Liberalen und Labor-Regierungen seien. Sie kritisierte, dass die Zahlungen der Absolventen nicht in Echtzeit auf ihren Konten berücksichtigt wurden, was den jungen Menschen teuer zu stehen kam.

Der Bildungsminister Jason Clare erklärte am Donnerstag, dass die Labor-Regierung bereits im Dezember 2024 Änderungen der Indexierungsregeln vorgenommen hatte, um die Schulden an die niedrigere Rate von Inflation oder Lohnindex anzupassen. Er bestätigte zudem, dass Labor im Rahmen eines Wahlversprechens eine Reduzierung der HECS-Schulden um zwanzig Prozent für die Wahl 2025 beschlossen hatte. Clare betonte, dass wichtige Anpassungen vorgenommen worden seien, aber noch viel Arbeit vorliege, um den Zugang zu Bildung für junge Menschen günstiger und schneller zu machen.

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