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Politik

Sturgeon sprach von Täuschung und Verrat durch Ex-Mann

Ex-Premierministerin sprach über den Prozess der Verarbeitung einer schmerzhaften Wahrheit

Nicola Sturgeon, die ehemalige Spitzenpolitikerin der SNP, erklärte, sie habe von ihrem Ex-Mann Peter Murrell getäuscht, verraten und belogen. Murrell gestand am Montag vor dem High Court in Edinburgh zu der Veruntreuung von über 400.000 Pfund aus den Mitteln der SNP zwischen 2010 und 2022. Die gestohlenen Gelder wurden für Luxusgüter wie ein Wohnmobil, Fahrzeuge, teure Uhren und ein Teleskop verwendet.

Sturgeon sprach vor einem Publikum in Irland, bei ihrer ersten öffentlichen Auftritt seit Murrell seine Schuld gestand, davon, dass sie mit der Tatsache konfrontiert war, dass sie mit jemandem verheiratet war, den sie „überhaupt nicht kannte“. Sie betonte, dass sie mit der Verarbeitung dieser Erfahrung beschäftigt sei, und erkannte an, dass sie möglicherweise therapeutische Unterstützung benötigte. Sie versicherte den Zuhörern, dass sie stark und widerstandsfähig sei und die Situation bewältigen würde.

Murrell wurde nach seiner Verurteilung wegen der Veruntreuung in Haft genommen. Sturgeon bestritt stets jegliches Wissen über Murrells Verbrechen und wurde nach einer polizeilichen Untersuchung nicht angeklagt. Sie erklärte, dass sie die Fragen verstand und dass die Annahme, sie hätte alles gewusst, eine falsche Vorstellung sei. Sie betonte, dass sie nicht hinterfragte, wie die Gelder finanziert wurden, und dass sie erst kürzlich über Nachrichten las, die sie zuvor nicht kannte.

Die ehemalige SNP-Führerin betonte, dass sie nach einer zweijährigen, sehr gründlichen polizeilichen Untersuchung vollständig freigesprochen worden sei. Während dieser Ermittlungen wurde sie 2023 ebenfalls festgenommen und befragt. Sie erklärte, dass sie vollständig mit der Polizei von Schottland kooperiert habe und die Anweisungen ihres Rechtsbeistands befolgt habe.

Sturgeon äußerte, dass es eine schmerzhafte Wahrheit sei, die verarbeitet werden müsse, und dass sie sich noch in den frühen Phasen dieser Verarbeitung befinde. Sie betonte, dass die öffentliche Turbulenz, in der sie sich befand, diese Verarbeitung zusätzlich erschwerte. Dennoch bat sie darum, dass die Öffentlichkeit ihre Sichtweise darstelle und die Fragen, die sie aufwarf, hörte.

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