Die südafrikanischen Behörden untersuchten den Tod eines nigerianischen Mannes, der letzte Woche in Kapstadt während einer Verhaftung zusammenbrach. Die anfänglichen Ergebnisse der Autopsie zeigten, dass Ibeh Chika Simon, 42 Jahre alt, multiple Prellungen und Schürfwunden an seinem Rücken und seiner Brust erlitten hatte. Die unabhängige Stelle, welche die Polizeiarbeit überwachte, veröffentlichte diese Befunde.
Der nigerianische Diplomat Ninikanwa Okey-Uche drückte aus, dass sein Land von den Berichten über die groben polizeilichen Taktiken, die zum Tod des Mannes führten, zutiefst empört war. Die Polizei des Westkap veranlasste in ihrer Erklärung, dass Simon während der Verhaftung gestorben war, als er angeblich unwohl wurde und zusammenbrach.
Der Tod von Simon ereignete sich inmitten einer zunehmenden Spannung zwischen Südafrika und Nigeria bezüglich der Vorwürfe, dass Nigerianer zum Ziel xenophober Gewalt wurden. Die südafrikanischen Stellen hatten bereits früher im selben Monat den Tod eines weiteren Nigerianers unter ähnlichen Umständen bestätigt.
In ihrer Stellungnahme verurteilte Okey-Uche den Tod und forderte eine transparente Untersuchung. Sie behauptete, es existiere ein alarmierendes Muster von rechtswidrigen Tötungen und unzumutbarer Fehlverhalten gegenüber ausländischen Staatsbürgern. Sie betonte, dass Verdächtige das Recht auf ein faires Verfahren vor Gericht besaßen und keine Behörde darüber stehen dürfe.
Die Polizei des Westkap erklärte, dass Beamte eine Durchsuchung in einem Wohnhaus in der Gegend durchführten, wo sie ein unbefugtes Gewehr und Substanzen fanden. Als sie Simon verhaften wollten, brach er zusammen. Sanitäter wurden gerufen, und er wurde vor Ort als tot erklärt. Die Untersuchung wurde von der Independent Police Investigative Directorate (Ipid) aufgenommen.
Die Ministerkommission für Migration Südafrikas bestätigte ebenfalls, dass die Angelegenheit untersucht wurde. Der Justizminister Mmamoloko Kubayi erklärte, dass während der polizeilichen Maßnahme letzte Woche einige ausländische Staatsbürger Widerstand gegen die Durchsetzung der Gesetze leisteten.
Die diplomatischen Spannungen zwischen Südafrika und Ghana wuchsen zudem, nachdem Behauptungen aufkamen, dass ein Ghaner während anti-Migrationsprotesten in Südafrika getötet worden war. Ghana hatte die erste afrikanische Nation, die Bürger aus Südafrika während der jüngsten Anti-Migrationsproteste repatriierte. Die südafrikanische Regierung verurteilte die xenophobe Gewalt kategorisch und betonte, dass sie Rassismus und Diskriminierung in allen ihren Formen ablehnte.