Der Sportminister Südafrikas forderte eine Erklärung nach Berichten, dass die Fußballnationalmannschaft aufgrund von Visumproblemen für die Reise nach Mexiko vor der Weltmeisterschaft verzögert wurde. Der nationale Rundfunk SABC berichtete über ein „Verwaltungsdurcheinander“, welches dazu führte, dass einige Spieler keine erforderlichen Visa besaßen. Weitere Details zu den genauen Ursachen blieben aus.
Als Reaktion darauf erklärte der Sportminister Gayton McKenzie, dass er die Südafrikanische Fußball-Assoziation (Safa) aufforderte, einen Bericht vorzulegen und Maßnahmen gegen diejenigen zu ergreifen, die für dieses Chaos verantwortlich waren. Er betonte in einer öffentlichen Äußerung, dass das Land „als Narren dargestellt wurde“.
McKenzie kritisierte die Situation scharf und schrieb, dass die gesamte Angelegenheit „beschämend und grob unfair“ für die Spieler und das Trainerpersonal sei. Die Mannschaft, bekannt als Bafana Bafana, stand kurz vor einem Freundschaftsspiel gegen Jamaika in Mexiko.
Die Mannschaft musste anschließend die Erlaubnis für die Einreise in die Vereinigten Staaten einholen, um an ihrem zweiten Weltmeisterschaftsspiel gegen die Tschechische Republik in Atlanta teilnehmen zu können. Südafrika nahm an der erweiterten Weltmeisterschaft mit vierundachtzig Mannschaften teil.
Das Spiel gegen Jamaika stellte die letzte Chance dar, sich auf die Turnierphase vorzubereiten. Das letzte Heimspiel der Mannschaft, ein unentschiedener Ausgang gegen Nicaragua, das ein verpasster Südafrika-Elfmeter beinhaltete, wurde in einigen Berichten als „enttäuschend“ beschrieben und verlängerte die unentschiedenreiche Serie auf vier Spiele.