Die australische Meteorologische Behörde (Bureau of Meteorology) prognostizierte, dass das Super-El-Niño-Phänomen das wärteste Jahr der Geschichte aufstellen könnte. Dieses Klimaphänomen, das mit den globalen Temperaturen in Verbindung stand, befand sich im Pazifischen Ozean und entwickelte sich zu einer der stärksten Ever-Records. Klimatologen äußerten große Besorgnis über die Vorhersagen der Klimamodelle, die „atemberaubend“ und „erstaunlich“ seien.
Experten bemerkten, dass ein starkes El-Niño in Verbindung mit der globalen Erwärmung das wärteste Jahr aufzeichnen konnte, entweder in diesem Jahr oder wahrscheinlicher im Jahr 2027. Die Stärke des El-Niño korreliert jedoch nicht zwangsläufig mit den Auswirkungen in Australien; das System brachte jedoch generell heißere und trockenere Bedingungen für die südlichen und östlichen Regionen im Winter und Frühling.
Das Phänomen zeichnete sich durch die Erwärmung der Oberflächentemperaturen im zentralen und östlichen tropischen Pazifik aus. Diese atmosphärische Veränderung führte zu stärkeren Stürmen in einigen Teilen der Welt und zu heißen, trockenen Zuständen in anderen Gebieten. Ein zentraler Indikator für die Intensität des El-Niño war die Oberflächentemperatur in der Region Niño 3.4. Ein erfahrener Klimatologe des Bureaus erklärte, dass die höchste zuverlässige Temperatur für frühere El-Niños ein monatlicher Durchschnitt von +2,6 Grad Celsius in dieser Region im Januar 1983 betrug.
Allerdings deuteten die Klimamodelle darauf hin, dass die Spitzenanomalie dieses Ereignisses zwischen +2,2 Grad Celsius und über +3 Grad Celsius liegen könnte. Ein weiterer Klimawissenschaftler bemerkte, dass die Modelle eine Entwicklung vorhersagten, die außerhalb des bisher beobachteten Bereichs lag. Das Modell des Bureaus zeigte zudem, dass das El-Niño bis mindestens in den kommenden Sommer andauern würde und bei etwa +3,3 Grad Celsius ihren Höhepunkt erreichte.
Die aktuellen Oberflächentemperaturkarten des Pazifiks zeigten einen riesigen Streifen ungewöhnlich warmer Wasserflächen, der östlich der nördlichen südamerikanischen Küste ausgedehnt war. Eine Expertin für Hitzesextreme äußerte zwar Ehrfurcht, zeigte aber tiefe Sorge. Sie bemerkte, dass die Auswirkungen in Australien nicht unbedingt extrem sein würden, betonte jedoch, dass man „mit gespannter Erwartung“ auf die Entwicklung wartete.
Die langfristige Vorhersage des Bureaus zeigte, dass große Gebiete des Landes eine hohe Wahrscheinlichkeit hatten, im August bis Oktober Höchsttemperaturen in den obersten zwanzig Prozent der historischen Werte für diesen Zeitraum zu verzeichnen. Städte wie Brisbane, Sydney, Melbourne, Hobart, Adelaide und Perth hatten alle eine mindestens 80-prozentige Chance, diese Temperaturextreme und ungewöhnlich geringen Niederschlag zu erleben. Ein weiterer Experte bemerkte, dass die Menge an Wärme, die aus dem Ozean in die Atmosphäre freigesetzt wurde, „erstaunlich“ sei und weitreichende Folgen hätte.