Jules Von Hep suchte seit seiner Kindheit nach einem Kind. Für viele war dieser Wunsch realisierbar, doch als gleichgeschlechtlicher Mann erkannte er, dass dies Jahre der Ersparnisse und intensiver Suche erforderte. Der Weg zur biologischen Elternschaft durch eine Leihmutter stellte für ihn einen „unglaublich schmerzhaften und teuren“ Prozess dar. Er erkannte früh, dass die Leihmutterschaft die Option war, die er wünschte, und dies bestimmte seine beruflichen und finanziellen Entscheidungen.
Von Hep und sein Partner Mark Beverlo begannen 2020 mit dem Versuch, Eltern zu werden. Sie nahmen an einer Inseminationstherapie teil, erwarben Spendereizellen und unterzogen sich strengen Spermienprüfungen. Sie sahen schnell hohe Kosten entstehen, beginnend bei Tausenden von Pfund für Beratungsgespräche bis hin zu zehntausend Pfund für eine Reihe von Embryoerzeugungen, inklusive eines gescheiterten Versuchs. Sie suchten dann eine Agentur, bei der die Warteliste für ukrainische Frauen, die als Leihmütter dienten, zwei bis drei Jahre betrug. Von Hep erkannte auch unregulierte Online-Foren, in denen Eltern ihre Wünsche an potenzielle Leihmütter kommunizierten. Er empfand die Vorstellung, sein Leben und seine Familie in dieser Weise preiszugeben, als unerträglich.
Schließlich vermittelte die Agentur ein Paar mit einer Frau, und die Embryotransferbegleitung begann zu laufen, wobei jede Transaktion fünftausend Pfund kostete. Als diese Versuche scheiterten, entschieden sie sich für eine häusliche Befruchtung, eine Methode, die als „Turm-Bastung“ bezeichnet wurde. Diese Methode scheiterte ebenfalls, weshalb Von Hep und Beverlo die Leihmutterschaft in Großbritannien aufgaben und ihre Suche ins Ausland verlagerten. Die Ukraine war aufgrund des Krieges geschlossen, sodass sie sich den USA, Kanada oder Mexiko wandten, wo die Leihmutterschaft für gleichgeschlechtliche Eltern im Jahr 2021 legalisiert wurde.
Mit Kosten von rund sechzig bis neunzigtausend Pfund konnten sie sich die Reise nach Mexiko leisten. Obwohl die Kosten mit denen im Vereinigten Königreich vergleichbar waren, das ein nicht-kommerzielles, freiwilliges Modell der Leihmutterschaft praktizierte, wählten sie eine kommerzielle Herangehensweise. Der Unterschied bei der kommerziellen Durchführung war für ihn unübersehbar: Die Gewissheit, dass die Eizellspender bezahlt wurden und alle Beteiligten eine Vergütung erhielten, beseitigte jegliche Unsicherheit.
Die Agentur, mit der sie zusammenarbeiteten, erklärte, dass die kommerzielle Leihmutterschaft eine Möglichkeit bot, für die Leihmutter zusätzliche Einnahmen zu generieren. Dies bot Von Hep eine erfrischende Perspektive, da es die Notwendigkeit einer klaren Struktur beseitigte. Die Agentur betonte zudem die Notwendigkeit ethischer und rechtlicher Absicherung für beide Elternteile und die Leihmütter. Es gab jedoch Bedenken in Mexiko hinsichtlich der ungleichen Regulierung, da einige Bundesstaaten die Praxis verboten und andere Gesetze regelten, was Frauen dem Missbrauch aussetzte. Forscher äußerten die Sorge, dass Frauen ihre Gebärmutter als Überlebensstrategie vermieten könnten und es Berichte über erzwungene Leihmutterschaften durch missbräuchliche Ehemänner gab.
Die Agentur operierte nur in leihmuttersfreundlichen Staaten wie Mexiko-Stadt und arbeitete mit erfahrenen Menschenrechts- und Familienrechtsexperten zusammen. Das Paar hatte Spermien nach Mexiko geschickt, eine neue Eizellspenderin ausgewählt und Embryonen befruchtet. Nun warteten sie auf den Beginn des Transfers. Von Hep empfand dies als den letzten Versuch, biologische Eltern zu werden, doch er empfand eine vorsichtige Erregung, da diesmal vielleicht Erfolg hätte. Er empfahl die Leihmutterschaft in Mexiko anderen gleichgeschlechtlichen und heterosexuellen Paaren, die mit Fruchtbarkeitsproblemen kämpften. Er bedankte sich tief für die Leihmütter und betonte, dass die Großzügigkeit dieser Frauen die Möglichkeit zur Elternschaft ermöglichte. Er forderte eine offene gesellschaftliche Debatte über die Schwierigkeiten, mit denen gleichgeschlechtliche Männer konfrontiert waren, um die nächste Generation zu entlasten.