Der erste Verdacht auf einen Fall der tödlichen Vogelgrippe H5N1 auf dem australischen Festland wurde untersucht, nachdem ein kranker wilder Vogel in Südwestaustralien gefunden worden war. Erste Tests in einem Labor in Westaustralien lieferten ein „suspekt positives Ergebnis für Influenza in Vögeln“, erklärte die Ministerin für Landwirtschaft, Julie Collins. Proben wurden an das australische Zentrum für Krankheitsvorsorge des CSIRO zur Bestätigung gesandt, wobei die Ergebnisse für Samstag erwartet wurden.
Die Ministerin betonte, dass zum jetzigen Zeitpunkt kein Hinweis auf eine Massensterblichkeit vorlag und auch keine Infektion bei Geflügel festgestellt worden war. Es wurde ein kranker Vogel getestet, der seither gestorben war. Eine zweite kranke Tierart an einer ähnlichen Stelle wurde ebenfalls untersucht. Die Ministerin bezeichnete die Tiere als „migratorische Wildvögel“.
Sie räumte ein, dass die Bestätigung der H5-Vogelgrippe besorgniserregend sei, aber nicht unerwartet angesichts der globalen Verbreitung. Sie merkte an, dass die einzige Kontinent, die derzeit frei von der H5-Vogelgrippe war, Australien sei.
Dr. Carol Booth, Direktorin für Politik des Rates für invasive Arten, äußerte sich tief besorgt über die Detektion, da das Virus erhebliche Auswirkungen auf die Tierwelt weltweit habe. Sie verwies auf die kürzlich gemeldeten Massensterbensereignisse bei Elefantenwalen auf der Heard-Insel als Vorbote einer möglichen Katastrophe für die australische Tierwelt, sollte das Virus auf das Festland gelangt sein.
Booth erklärte, dass die Risikobewertung der Regierung potenzielle katastrophale Auswirkungen auf heimische Vögel vorhersagte, während die zunehmende Fähigkeit des Virus, Säugetiere zu infizieren, die Aussicht auf schwere Folgen für Meeressäuger und andere Wildtiere erhöhte. Sie sah die Feststellung als einen wichtigen Test für die Bereitschaft und die Reaktionssysteme Australiens.
Sie betonte, dass selbst bei einer Fehldiagnose die Detektion eine Warnung vor jeglicher Selbstzufriedenheit darstellte. Australien müsse jederzeit mit klaren Reaktionsplänen bereit sein und die Dringlichkeit der Minderung anderer Bedrohungen für potenziell gefährdete Wildtiere hervorheben.