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Umwelt

Sydney testete elektrische Fähre nach Verzögerung

Der Übergang zur emissionsfreien Flotte verzögerte sich, neue Routen für den Fischmarkt geplant

Die Überquerung des Sydney-Hafens erlebte eine Phase der Stille. Die Regierung von New South Wales beschloss, eine elektrische Fähre zu testen, was zwei Jahre später als ursprünglich vorgesehen. Der Test der 24-Meter-Fähre begann im Jahr 2028 und dauerte zwölf Monate. Es wurde gehofft, dass die Fähre im Jahr 2029 auf einer neuen Route zum Sydney-Fischmarkt bedient werden konnte.

Der Verkehrsminister John Graham erklärte, dass dieser Test den Übergang der gesamten Fährenflotte von der Dieselantriebskraft auf elektrischen oder wasserstoffbetriebenen Antrieb informierte. Die ursprüngliche Planung sah den vollständigen Umstieg auf emissionsfreie Fahrzeuge bis 2035 vor. Die australisch gebaute Fähre sollte eine leiserere Fahrt und eine sauberere Luft auf dem Hafen bieten.

Die Minns-Regierung hatte 2024 geplant, die bestehende Flotte von vierzig Diesel-Fähren bis 2035 durch elektrische oder wasserstoffbetriebene Schiffe zu ersetzen. Dennoch traf die Entscheidung über zusätzliche elektrische Fähren noch nicht. Diese Investitionen hing vom Erfolg des Tests durch Transport for NSW und den privaten Fährenbetreiber Transdev ab.

Howard Collins, der Koordinator General von Transport for NSW, erläuterte, dass die Erprobung die Zuverlässigkeit des Schiffes sowie die Ladungssysteme untersuchte. Diese Systeme sollten am Kai Barangaroo unter realen Bedingungen getestet werden, wobei auch die Rückmeldungen von Passagieren und Besatzungsmitgliedern berücksichtigt wurden.

Der Bau der Testfähre begann später in diesem Jahr durch die Werft Richardson Devine Marine. Diese Werft baute die sieben Fähren der Klasse Parramatta River, welche seit Mai 2024 in Stufen in Betrieb genommen wurden. Die neue elektrische Batterie-Fähre folgte dem gleichen Entwurf von den Sydney-basierten Schiffskonstrukteuren Incat Crowther.

Die neue Fähre sollte den Fischmarkt bedienen, der Anfang dieses Jahres eröffnet wurde. Allerdings gab es keine Fährenverbindung. Die Sydney Morning Herald berichtete im Januar, dass die Besucher mindestens ein Jahr warten müssten, um mit der Fähre dorthin zu gelangen, und ein Wharf im Wert von 30 Millionen Dollar befand sich noch in der Planungsphase.

Die Regierung hatte sich verpflichtet, bis 2035 Netto-Null-Emissionen bei ihren öffentlichen Verkehrsdiensten zu erreichen. Dennoch nutzten die öffentlichen Busse und dieselbetriebenen Fähren weiterhin fossile Brennstoffe. Die Regierung hatte über 500 elektrische Busse bestellt, von denen Hunderte bereits in Betrieb waren. Es wurden weitere 7.500 Fahrzeuge erwartet, um die gesamte Flotte von acht Tausend Dieselfahrzeugen zu ersetzen.

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