Eine Frau, die vor über einer Woche bei einem Haiangriff an einem beliebten Strand in Sydney angegriffen worden war, erwachte kurzzeitig aus einem induzierten Koma, so berichtete ihre Familie. Leah Stewart erlitt am Samstag, dem 13. Juni, am Coogee Beach mehrere Bisse an Armen und Beinen sowie erhebliche Blutverluste. Die 34-jährige Mutter wurde in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht und unterzog sich mehreren Operationen, darunter die Amputation eines Arms.
Am Dienstag teilte ihr Bruder mit, dass die Ärzte die Medikation von Stewart reduzierten, um ihr eine kurze Erholung aus dem Koma zu ermöglichen. Er äußerte sich zum Anlass wie folgt: „Ich liebte dich“, sagte er zu ihrer Mutter und ihrem Partner, die bei ihr lagen, und fragte nach ihrem Zustand. Er betonte, dass dies viel schneller geschah, als erwartet, und für sie ein Wunder sei, das viele über die vergangene Woche gehofft und gebetet hatten.
Stewart befand sich weiterhin in Intensivpflege und unterzog sich in der vergangenen Woche fünf Operationen, mit weiteren Eingriffen in den kommenden Wochen geplant. Der Bruder versicherte, dass Leah noch einen langen Weg vor sich hatte und in kritischer Lage blieb, doch dieser erste Schritt sei ein positiver Beginn und habe Hoffnung für ihre langfristige Erholung geschaffen.
Stewart, die als Lehrerin tätig war, ging am Samstagmorgen zum Schwimmen an den Coogee Beach und befand sich in der Nähe der Küste, als der Angriff stattfand.
In Australien gab es in diesem Jahr eine Reihe von Haiangriffen. Bereits im Januar ereigneten sich vier Angriffe innerhalb von zwei Tagen, darunter ein junger Junge, der an einem Sydney-Strand gebissen wurde und später an seinen Verletzungen im Krankenhaus starb. Zudem verzeichneten die letzten Monate zwei tödliche Haiangriffe: Ein Mann starb in Queensland nach einem Angriff eines Viermeter-Hai während des Speerfischens, und in Westaustralien starb Steven Mattaboni, der Vater von zwei Kindern, im Alter von 38 Jahren nach einem Biss durch einen Viermeter-Hai.