Der Täter Axel Rudakubana, der für mehrere Mordfälle in Southport verurteilt wurde, wurde aus dem Gefängnis in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt. Der Anwalt der Opferfamilien äußerte tiefe Besorgnis darüber, dass der Täter die Familien aus seiner Zellenge fähig mache, sie erneut zu traumatisieren. Die Verlegung erfolgte, nachdem festgestellt wurde, dass Rudakubana in der Haft nicht sicher verwaltet werden konnte.
Rudakubana erhielt eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen der Tötung von Alice da Silva Aguiar, Bebe King, Elsie Dot Stancombe sowie der erzwungenen Tötung von acht weiteren Kindern und zwei Erwachsenen. Die Behörden bestätigten, dass Rudakubana von der Kategorie-A-Gefängnis Belmarsh in das hochsichere Krankenhaus Broadmoor verbracht wurde. Eine Sprecherin des Justizministeriums betonte, dass diese Entscheidung die 52-jährige Strafe des Täters nicht veränderte.
Ein Vertreter der betroffenen Familien äußerte die Sorge, dass dies ein Muster darstellte, bei dem der Täter versuchte, die Familien durch die Verlegung zu quälen, und dass dies bei jedem Jahrestag geschehen könnte. Es gab keine Hinweise darauf, dass Rudakubana während der Tat einen psychischen Zustand hatte.
Die Familien erhielten die Entscheidung per Brief, wussten jedoch nicht, warum die Verlegung stattfand. Der Anwalt vermutete, dass Rudakubana die Situation für seinen eigenen Vorteil manipulierte. Er stellte die Frage, ob die Information kurz vor dem Jahrestag absichtlich verzögert wurde oder ob der Täter dies geplant hatte.
Zuvor bestätigte die Alder Hey Children’s NHS Foundation Trust, dass Rudakubana zwischen 2019 und 2023 in deren Obhut als psychische Patient behandelt wurde, als er „aufhörte, sich zu engagieren“. Er wurde auch an das Programm Prevent verwiesen, da er Recherchen zu Schulmorden betrieb. Die Verlegung in eine psychiatrische Einrichtung ermöglicht es, Personen, die aufgrund psychischer Erkrankungen nicht sicher in einer Gefängnisumgebung verwaltet werden konnten, zu behandeln. Broadmoor galt als eines der ältesten psychiatrischen Krankenhäuser Englands und diente zur Unterbringung bekannter Schwerverbrecher.
Die Familien argumentierten, dass Rudakubana eine Strafhaft absolvieren müsse und nicht in einem Krankenhaus behandelt werden sollte. Sie betonten, dass der Täter sorgfältig plant und seine Taten darauf ausrichtete, die Gesellschaft maximal zu quälen. Es gab keinerlei Beweise für eine psychische Störung als Ursache seiner Verbrechen.