Der erste Fall der tödlichen Vogelgrippe in der lokalen Tierwelt wurde bei einem Seevogel an der südaustralischen Küste verzeichnet. Die Ministerin für Landwirtschaft der Bundesregierung, Julie Collins, teilte mit, dass ein größerer Krabbentern – ein häufiger Küstenvogel – das Virus positiv getestet hatte. Der tote Vogel fand sich in Robe an der Kalksteinküste Südaustraliens.
Collins erklärte, dass diese Entwicklung zwar besorgniserregend sei, aber nicht unerwartet. Sie sah darin ein weiteres Zeichen dafür, dass das robuste Biosicherheitsnetz funktionierte. Vor dem Freitag hatten bereits Fälle der Vogelgrippe bei wandernden subantarktischen Seevögeln, hauptsächlich bei Gigantenpetrels, an den Küsten von Südaustralien, Westaustralien und New South Wales festgestellt worden.
Die Regierung von Südaustralien leitete die Reaktion auf die Entdeckung des größeren Krabbenterns ein. Sie führte zusätzliche Überwachungsmaßnahmen durch, um festzustellen, ob sich die Verbreitung in der lokalen Tierwelt weiter ausgebreitet hatte. Die Ministerin betonte, dass der Vogel eine Küstenvogelart sei, die eine Überschneidung mit wandernden Seevögeln besitze, die bereits zuvor positiv auf H5 getestet worden waren.
Zuvor hatte die Regierung von Südaustralien die größte Luftaufnahme der Küsten, Inseln und Riffe des Bundesstaates in vierzig Jahren abgeschlossen. Diese Untersuchung ergab keine breite Evidenz für kranke oder tote Seevögel oder Seelebewesen. Die Maßnahmen zeigten somit die Fähigkeit der Behörden, die Verbreitung der Krankheit einzudämmen.