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Politik

Berufung des Christchurch-Schützen abgelehnt

Hohes Gericht hält Argumente zur psychischen Belastung für unbegründet

Der australische Rechtsextremist Brenton Tarrant, der für die Schwerverbrechen in Christchurch verantwortlich ist, hat seine Möglichkeit, Berufung gegen seine Verurteilungen in einem neuseeländischen Gericht anzufechten, verloren. Das Gericht erklärte seine Anträge für völlig unbegründet und lehnte die Argumentation ab, dass harte Haftbedingungen seine psychische Verfassung beeinträchtigt hätten. Diese Entscheidung erfolgte nach eingehender Prüfung der vorgelegten Beweise und der Aussagen von Experten sowie Anwälten.

Tarrant hatte den Gerichtshof um Erlaubnis gebeten, Berufung einzulegen, mit der Begründung, dass die Haftbedingungen seine mentale Gesundheit negativ beeinflusst hätten. Das Gericht wies diese Behauptungen zurück, da sie nicht mit detaillierten Beobachtungen von Strafvollzugsorganen und Fachleuten übereinstimmten. Es wurde festgestellt, dass Tarrant keine erzwungen oder unter Druck gesetzt wurde, seine Schuld zuzugeben, und dass seine Darstellung seines psychischen Zustands inkonsistent war.

Das Gericht stellte fest, dass Tarrant versucht habe, durch seine Aussage seine geistige Verfassung irreführend darzustellen, um eine Berufung zu untermauern. Die Beweislage für seine Schuld, einschließlich der Verbreitung von Live-Übertragungen der Anschläge, wurde als überwältigend erachtet. Zudem wurde beanstandet, dass Tarrant die Verzögerung bei der Einreichung der Berufungsanzeige nicht ausreichend erklären konnte, obwohl ihm Zugang zu Rechtsbeiständen zur Verfügung stand.

Brenton Tarrant wurde im August 2020 zum ersten Mal in Neuseeland zu lebenslanger Haft verurteilt, ohne die Möglichkeit einer Entlassung. Die Untersuchung der Anschläge stellt für Neuseeland eine der umfangreichsten Ermittlungen dar. Die gerichtliche Entscheidung unterstreicht die Überzeugung, dass die ursprünglichen Verurteilungen standhalten und keine neuen Argumente zur Überprüfung der Urteilsfindung vorliegen.

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