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Politik

Multikulturalismus debattiert: Taylor lehnte Monokultur ab

Politische Akteure sprachen über die Zukunft der australischen Gesellschaft

Angus Taylor verweigerte es, seine Haltung zum Multikulturalismus zu bekräftigen. Er wies fünf Fragen auf einer Pressekonferenz ab und behauptete, es gäbe „vage Worte, die herumgingen“. Der Schatzmeister Jim Chalmers kritisierte den Oppositionsführer dafür, mit One Nation und Pauline Hansons Forderung nach einer „Monokultur“ in Australien zu spielen. Laborminister bekräftigten hingegen die Unterstützung für den Multikulturalismus.

Pauline Hanson forderte eine „Monokultur“ in ihrer Rede und bezeichnete den Multikulturalismus als „gescheiterte Politik“, die allen Kulturen die „Gleichwertigkeit unserer“ gewährte. Sie argumentierte, dass der Widerstand gegen diese Idee nicht rassistisch sei, sondern „gesundes Gemeinwisse“. Hanson nannte Japan als Beispiel für eine ethnisch homogene Nation und stellte die Frage, warum Australien eine Monokultur nicht annehmen dürfe.

Taylor bestätigte weder die Idee der Monokultur noch den Multikulturalismus als integralen Grundsatz der australischen Gesellschaft. Er erklärte, dass er eine Kultur wünschte, die auf dem Glauben an australische Standards, der Verpflichtung gegenüber der parlamentarischen Demokratie und dem Rechtstaat basierte. Er lehnte die Vorstellung ab, dass diese Werte mit dem Multikulturalismus koexistieren könnten, und betonte, dass die Diskriminierung auf Werten und nicht auf der Rasse erfolgen würde.

Der Premierminister Anthony Albanese erklärte, dass das moderne Australien keine Monokultur sei und es nie gewesen sei. Chalmers kritisierte die Aussagen der Opposition wegen der Verwendung der Monokultur-Sprache durch One Nation. Ein Mitglied von One Nation argumentierte, dass „Australien zuerst“ sei und man sich in die Nation einfügen müsse.

Trotz seiner Ablehnung forderte Taylor eine Definition des Multikulturalismus. Er ernannte jedoch einen stellvertretenden Minister für multikulturelle Angelegenheiten, Senator Dave Sharma, in sein Frontbüro. Die Debatte über die zukünftige gesellschaftliche Ausrichtung Australiens blieb somit offen.

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