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Teargas bei Bootsfahrt: Drei Frauen starben bei Grenzkonfrontation

Charity wirft Vorwürfe gegen die Nutzung von britischen Steuergeldern für polizeiliche Maßnahmen

Die französischen Riot-Polizei setzte Tränengas gegen Personen ein, die versuchten, auf ein kleines Boot zu steigen. In diesem Vorhaben starben drei Frauen, die am Strand gefunden wurden. Eine Wohltätigkeitsorganisation erklärte, dass die Polizei, die durch britische Steuergelder finanziert wurde, diese Maßnahme unternahm, um die Bootsfahrt zu stoppen.

Auf Fotos und Aufnahmen, die der Organisation Utopia 56 vorlagen, sah man, wie Gasbomben auf Gruppen von Menschen gerichtet wurden, die den Weg zum Boot suchten. Die Todesfälle ereigneten sich in der Nähe von Plage du Braek bei Dunkirk. Die Opfer wurden sechs Stunden später in einem Boot nahe dem selben Strand entdeckt. Die französischen Rettungskräfte versuchten, die Frauen wiederzubeleben, scheiterten jedoch, und alle drei wurden als tot erklärt.

Die Polizei setzte die Kräfte der Compagnies Républicaines de Sécurité (CRS) ein, die speziell für den Einsatz von Demonstrations- und Massenkontrolltaktiken ausgebildet waren. Diese Einsätze erfolgten im Rahmen einer Vereinbarung, die vom Innenminister unterzeichnet worden war. Die Organisation Utopia 56 bezeugte, dass die Beamten die Personen, die versuchten, das Boot zu betreten, mit Tränengas beworfen hatten. Sie stellten fest, dass mindestens fünfunddreißig Tränengas-Dosen an diesem Ort gefunden wurden.

Parallel dazu starb ein vierter Mann bei einem separaten Vorfall, als sein Ruderboot in Schwierigkeiten geriet. Diese Ereignisse folgten auf den geschäftigsten Tag der Kleinbootüberfahrten in diesem Jahr, der 752 Ankünfte im Vereinigten Königreich umfasste. Die Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Asylsuchenden fanden auf den Straßen statt, die zum Strand führten.

Die CRS stand bereits unter Kritik wegen mutwilliger Gewalt und Rassismus. Vor zwei Jahren zeigten geleakte Nachrichten, dass CRS-Beamte Bilder von sinkenden Migrantenbooten ausgetauscht hatten. Die CRS behielt jedoch „operationelle Unabhängigkeit“ in Frankreich und verfügte über die Befugnis, Wasserwerfer und Schlagstöcke einzusetzen.

Die Regierungspartei bekräftigte, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Überfahrten nach dem Kanal wirksam waren, obwohl es weitere Schritte bedurfte. Gleichzeitig betonte der Flüchtlingsrat, dass die Menschen, die gefährliche Bootsfahrten wagten, aus Verzweiflung agierten. Er verwies auf die mangelnden rechtlichen Möglichkeiten für Menschen, die aus Konflikten wie dem Taliban-Regime oder dem Bürgerkrieg in Sudan flohen, Schutz im Vereinigten Königreich zu finden. Die Regierung hatte zudem die Familienzusammenführung für Flüchtlinge eingestellt, was die Situation verschärfte.

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