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Wirtschaft

Telstra: Softwarefehler verursachte landesweite Störung

Systemfehler bei Zeitstempel führten zu Authentifizierungsstörungen und Chaos

Telstra gab an, dass ein Softwarefehler bei einem zentralen Zeitstempelsystem die Ursache für eine landesweite Störung darstellte, welche die nationale Infrastruktur letzte Woche lahmlegte. Die Störung resultierte aus einem fehlenden Software-Update eines kritischen Zeitmesssystems, was zu einer Kaskade von Problemen führte, die die gesamte Netzwerkinfrastruktur betrafen.

Die Ursache lag in einer spezifischen Konfiguration des Servers in Melbourne. Während Wartungsarbeiten den Server heruntergefahren und wieder hochgefahren, setzte dieser aufgrund einer zugrundeliegenden Softwareeinstellung das falsche Datum 2006. Dieses fehlerhafte Datum breitete sich über die Netzwerke aus und machte Authentifizierungszertifikate in anderen Systemen ungültig. Dies führte dazu, dass Kunden zeitweise nicht auf das Netzwerk zugreifen konnten, was die Nutzung von Mobilfunkdiensten und die Durchführung von Anrufen beeinträchtigte.

Telstra räumte ein, dass sie eine bewusste Designänderung an der Hardware vorgenommen hatten, diese jedoch nicht ordnungsgemäß dokumentiert wurde. Zudem war ein notwendiges Software-Update auf dem Gerät nicht installiert. Die Firma betonte, dass die Störung nicht auf eine mangelnde Redundanz oder eine Hardwaredefekt zurückzuführen war, sondern auf die Art und Weise, wie fehlerhafte Zeitinformationen von vernetzten Systemen angenommen und weitergegeben wurden.

Das Unternehmen übernahm die volle Verantwortung für den Vorfall und erklärte, dass die Kontrolle über bekannte Risiken unzureichend gewesen seien. Telstra versprach eine Untersuchung, um festzustellen, warum die Designänderung nicht dokumentiert wurde und warum das Update nicht abgeschlossen wurde. Die Firma betonte, dass die Fehler in den Kontrollen lagen, welche die Möglichkeit solch katastrophaler Ausfälle verhindern sollten.

Im Verlauf der Störung konnten 58.835 Anrufe zur Notrufnummer erfolgreich verbunden werden, während nur wenige Fehler auftraten. Die Störung führte zu erheblichen Beeinträchtigungen bei Transportsystemen, Einzelhandel und der Elektromobilität. Die Angelegenheit wurde im Rahmen einer Untersuchung durch das Senatskomitee behandelt, das darauf abzielte, sicherzustellen, dass Systeme nicht die australische Bevölkerung anfällig ließen.

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