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Wirtschaft

Fahrer von Tesla Cybertruck verhaftet nach absichtlicher Fahrt ins Gewässer

Verstoß gegen Sicherheitsvorschriften und lokale Gesetze in Texas

Ein Mann wurde in Texas verhaftet, nachdem er seinen Tesla Cybertruck absichtlich in einen See fuhr, um die Funktion „Wade Mode“ des Fahrzeugs zu nutzen. Die Grapevine Police Department rief Beamte am Montag zu Grapevine Lake in Nordtexas, um das Fahrzeug zurückzuholen, welches vom Fahrer und den Passagieren verlassen wurde, nachdem es Wasser aufgenommen und feststeckte.

Die Funktion „Wade Mode“ erlaubte dem Cybertruck laut der Online-Anleitung von Tesla, Gewässer wie Flüsse oder Bäche zu durchfahren, wobei die maximale Tiefe auf 81,5 Zentimeter (32 Zoll) begrenzt war. Der Fahrer wurde wegen der Bedienung eines Fahrzeugs in einem gesperrten Abschnitt des Sees sowie wegen anderer Verstöße gegen die Wasser-Sicherheitsvorschriften angeklagt, teilte die Polizei mit.

Das teilweise untergetauchte Fahrzeug wurde nahe der Uferlinie der Südseite des Sees entfernt. Das Feuerwehr-Wasserrettungsteam der Grapevine assistierte der Polizei bei dieser Operation. Der Fahrer erklärte gegenüber den Behörden, er habe die Funktion „Wade Mode“ bewusst genutzt, woraufhin das Fahrzeug außer Gefecht gesetzt und Wasser aufnahm.

Die Polizei betonte, dass ein Fahrzeug zwar physisch in flache Süßwasserbereiche einfahren könne, dies jedoch unter den Gesetzen von Texas rechtliche und sicherheitstechnische Bedenken aufwarf. Katharina Gamboa der Grapevine Police Department äußerte sich dazu in einer Stellungnahme, die von der US-Nachrichtensendung CBS News berichtet wurde. Sie erklärte, dass nicht nur die Sicherheit, sondern auch die rechtliche Situation eine Belastung darstellten. Sie mahnte davor, Fahrzeuge willentlich ins Wasser zu fahren.

Der Tesla Cybertruck ist ein Elektro-Pick-up-Truck, dessen Materialien aus raketenähnlichem, kugelsicherem Stahl bestanden. Das Fahrzeug verkaufte sich für über 70.000 Dollar. Tesla erklärte in der Bedienungsanleitung, dass es die Verantwortung des Fahrers sei, die Tiefe jeglicher Wasserfläche vor dem Eintritt zu beurteilen. Zudem betonte der Hersteller, dass Schäden oder Wassereintritt in den Cybertruck durch das Fahren im Wasser nicht durch die Garantie abgedeckt seien. Die maximale Wade-Tiefe von etwa 32 Zoll wurde vom Hersteller vom Boden des Reifens aus gemessen. Bei zu tiefem Wasser riet die Anleitung den Fahrern, zu flacherem Wasser oder trockengebiet zurückzukehren. Der Hersteller warnte zudem davor, in tiefen, schnell fließenden Gewässern wie starken Strömungen oder Stromschnellen zu fahren.

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