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Wissenschaft

Regulator warnt vor seltenem Augenerkrankungsproblem bei GLP-1-Medikamenten

TGA meldete 36 Fälle einer neurologischen Schädigung; Experten betonen den Nutzen der Behandlung

Die australische Arzneimittelbehörde, die Therapeutic Goods Administration (TGA), erließ Warnungen bezüglich mehrerer Behandlungen für Typ-2-Diabetes und Adipositas. Diese Medikamente, darunter Ozempic, Wegovy und Mounjaro, wurden wegen des potenziellen Risikos einer „seltenen, aber schweren“ Augenerkrankung hervorgehoben, die zu Erblindung führen konnte.

Die Warnung erfolgte nach der Verknüpfung mehrerer dieser Medikamente mit 36 Fällen einer spezifischen Erkrankung. Es handelte sich um die nicht-arteriell-anteriore ischämische optische Neuropathie (NAION). Die TGA erklärte, dass diese Erkrankung dauerhafte Sehbeeinträchtigungen verursachen konnte und keine Behandlung gezeigt hatte, dass die Sehschärfe verbessert wurde, nachdem die Erkrankung eingetreten war.

Patienten, die diese Medikamente verschrieben bekamen, wurden aufgefordert, bei plötzlichem Sehverlust oder teilweisem Verlust des Sehvermögens umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Behörde empfahl jedoch keine sofortige Einstellung der Behandlung, noch verhängte sie neue Einschränkungen für Verschreibungen.

Professorin Helen Danesh-Meyer vom Royal Australian and New Zealand College of Ophthalmologists betonte, dass die NAION eine sehr seltene Erkrankung sei und in Perspektive gesetzt werden müsse, um unnötige Besorgnis zu vermeiden. Sie argumentierte, dass die Vorteile der Medikamente, welche die Behandlung von Diabetes und Adipositas revolutioniert hatten, die Risiken für viele Patienten überwiegen. Sie schlug vor, dass Ärzte diese Medikamente nicht ohne spezifische Augenbeschwerden einstellen sollten.

Die Behörde erkannte den Zusammenhang mit der NAION im Jahr 2024, nachdem eine in einer Fachzeitschrift veröffentlichte Studie Bedenken äußerte. Eine unabhängige Bewertung der möglichen Verbindung zwischen den GLP-1-Arzneimitteln und der NAION zeigte widersprüchliche Beweise. Das nationale Datenbanksystem für vermutete unerwünschte Ereignisse verzeichnete insgesamt 36 Fälle der Augenerkrankung, wobei Ozempic und Wegovy die Mehrheit bildeten.

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