Thailand unterbrach die Waffenlizenzen nach einer tödlichen Schießerei in einer Schule. Ein vierzehnjähriger Junge erschoss bei dem Vorfall seine Großeltern, die ihn großgezogen hatten, und tötete anschließend sechs weitere Schüler. Der Schütze richtete die Waffe dann gegen sich selbst. Die Leichen der Großeltern wurden auf dem Tem Rak Samakkhi-Tempel beigesetzt, bevor sie verbrannt wurden.
Der Premierminister Anutin Charnvirakul ordnete die Innenministerien und die Polizei an, die Ausstellung von Lizenzen zum Besitz, Kauf und Tragen von Waffen zu stoppen. Er forderte in seiner Erklärung strengere Kontrollen und entschlossene Strafen. Die Tat offenbarte die tiefgreifenden Probleme, die in der thailändischen Gesellschaft existierten.
Die Ermittler suchten noch nach der genauen Motivation für die Schießerei. Die Polizei berichtete, dass der Junge Gewaltvideos im Internet angesehen hatte und einmal eine Luftgewehr in die Schule trug. Offizielle Stellen sprachen zuvor von akademischem Stress und Mobbing als mögliche Ursachen. Ein Mitschüler betonte, dass ein Problem der psychischen Gesundheit adressiert werden müsse, um solche Vorfälle zu verhindern.
Die Tragödie löste eine tiefe Trauer im ganzen Land aus. Der König und der Premierminister drückten ihre Anteilnahme aus. Der Vater des Täters äußerte sein Unverständnis für die Tat, doch er musste sich mit der Gewalt auseinandersetzen, die sein eigenes Kind begangen hatte. Er berichtete von Schuldgefühlen und tiefem Schmerz, da er den Verlust seines Kindes und seiner Eltern erlebte.
Thailand wies eine der höchsten Raten der Waffenbesitzung in der Region auf. Frühere Versprechen zur Verschärfung der Waffengesetze hatten die Wiederholung von Schießereien nicht verhindert. Die Ereignisse verdeutlichten die Notwendigkeit einer umfassenden Bewältigung der psychischen Belastungen junger Menschen.