FaktenBlitz
RSS
Zurück zur Übersicht
Wirtschaft

Thames Water: Gläubiger drohten mit Rechtsstreit bei möglicher Nationalisierung

Investoren erwogen Gespräche mit Burnham über öffentliche Kontrolle und eine Sonderverwaltung

Die Gläubiger von Thames Water, ein Konsortium aus hundert institutionellen Investoren, äußerten ihre Bereitschaft, über eine stärkere öffentliche Kontrolle der Wasserversorgungsgesellschaft zu sprechen. Gleichzeitig bereiteten sie sich auf einen möglichen milliardenschweren Rechtsstreit vor, da Berichte über eine temporäre Nationalisierung durch Andy Burnham kursierten.

Das Konsortium, das 17 Milliarden Pfund der Schulden der Gesellschaft hielt, zeigte sich offen für staatliches Eingreifen bei Thames Water, schloss jedoch die öffentliche Eigentümerschaft in der angeschlagenen Gesellschaft aus. Mike McTighe, der die Tatausrichtung und die Neugestaltung des Verwaltungsrates leitete, erklärte, dass die Gruppe konstruktiv mit Burnham zusammenarbeiten wolle, sobald dieser Premierminister wurde. Er betonte den Wunsch, neue Minister zu treffen, um gemeinsam die Interessen der Kunden zu wahren und die öffentliche Kontrolle über die Betriebsabläufe zu verstärken.

McTighe, der voraussichtlich zum Vorsitzenden von Thames Water ernannt wurde, sollte die notwendige Genehmigung für die Rettungsvereinbarung von zehn Milliarden Pfund durch die Regierung erlangen. Diese Entwicklungen folgten den Berichten, dass Burnham nach seiner Amtsübernahme als Premierminister eine Sonderverwaltungsregelung (SAR) für die Gesellschaft in Erwägung zog. Eine solche Maßnahme würde die Kosten für den Betrieb auf die Steuerzahler abwälzen, wobei die Gläubiger schätzten, dass die Rechnung zwei Milliarden Pfund erreichen könnte.

Ein Verbündeter von Burnham erklärte, dass die Steuerzahler etwas im Gegenzug für die Übernahme der Kosten benötigten, um die Gesellschaft stabil zu halten. Er argumentierte, dass Kontrolle notwendig sei, um die Gesellschaft zu sanieren und die Wasserversorgung für Tausende von Familien und Unternehmen zu sichern. Das Konsortium verstärkte zudem seine rechtliche Position, um auf eine mögliche Übernahme vorzubereiten. Es beauftragte führende Rechtsanwälte, um die Bedingungen ihrer Umstrukturierungsvorschläge zu prüfen.

Die Gläubiger prüften alle möglichen Wege, die die Lage von Thames Water nehmen konnte. Sie wollten eine solvente Umstrukturierung verfolgen, um eine staatlich finanzierte Verwaltungsverfahrensphase zu vermeiden und die Erholung der Gläubiger zu ermöglichen. Die Zukunft von Thames Water, die 16 Millionen Kunden bediente und unter den Zinslasten ihrer Schulden litt, stellte eine der dringlichsten Aufgaben für Burnham dar, sobald er an die Macht kam. McTighe versicherte, dass die Gruppe bereit sei, Thames Water neu zu kapitalisieren und den langen Prozess der Wende einzuleiten, und betonte die dringende Notwendigkeit staatlicher Beteiligung für diesen Prozess.

Thames WaterAndy BurnhamNationalisierungGläubigerWasserwirtschaft

Teilen

𝕏 Twitter WhatsApp