Als Videos über die grausame Tötung eines Streunerhundes und seiner Welpen im Juni die chinesische Internetöffentlichkeit empörten, trat die Zensurmaschinerie Pekings in Kraft. Die Behörden zitierten das Alter der vier beteiligten Jungen, die alle jünger als vierzehn Jahre waren, als Begründung dafür, dass Kommentare zurückgehalten werden sollten. Die Kommunistische Partei kontrollierte die Medien und das Internet streng, um Kritik an der staatlichen Politik zu unterdrücken und öffentliche Wut zu managen.
Ein offizielles Statement forderte die Öffentlichkeit auf, keine zugehörigen Informationen zu verbreiten, Cybermobbing abzulehnen und zusammenzuarbeiten, um ein gutes Umfeld für die Entwicklung der Minderjährigen zu schaffen. Diese Einschränkungen wirkten jedoch eher als Katalysator für den Aufruhr. Die Tierschützer Chinas leiteten ihren Kampf nun offline und im Ausland ein, indem sie beispielsweise Plakate in New York aufstellten, um Unterstützung zu mobilisieren.
In China zogen die Beiträge zum Vorfall drei Wochen nach der Veröffentlichung immer noch Tausende von Kommentaren auf den sozialen Medien an. Es herrschte Schock, Wut und Trauer, sowie Forderungen nach Gesetzen gegen Tierquälerei, die China zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht besaß. Disturbierende Aufnahmen, die die Jungen in Jieyang, Provinz Guangdong, zeigten, wie sie drei Welpen mit Stöcken schlugen und ihre Mutter niederbrannten, erschienen Ende Juni online. Die lokalen Behörden gaben an, dass die Jungen keine Strafverfolgung erlitten würden, sondern in eine „Spezialschule“ geschickt wurden.
Obwohl einige Berichte nahelegten, dass die Jungen das Video selbst gefilmt und hochgeladen hatten, kommentierten die Polizei dies nicht. Die Zensoren versuchten, das Video zu blockieren, um die Identität der Jungen zu schützen, obwohl einige argumentierten, dass die Aufnahmen veröffentlicht werden sollten. Die Identitäten blieben verborgen, doch Ausschnitte mit den Gesichtern der Jungen zirkulierten weiter online, was die Gefahr der falschen Identifizierung anderer Kinder erhöhte.
Weltweit beschränken Länder die Informationen über Minderjährige Straftäter oder stellen hohe Hürden für deren Identifizierung auf. Die chinesischen Behörden verboten die Diskussion nicht vollständig; Schlüsselwörter wie „Wang Wang“ und „Tierschutz“ blieben als Suchbegriffe aktuell. Dennoch meldeten Nutzer, dass ihre Beiträge entfernt wurden oder ihre Möglichkeit, Beiträge anderer zu teilen, eingeschränkt wurde. Die Beamten gaben zu diesem Punkt keine weiteren Stellungnahmen ab.
Internationale Organisationen für den Tierschutz reagierten auf die Situation. Die Organisation, die in Italien ansässig war, erhielt über hundert Berichte aus aller Welt und forderte die Organisation auf, einzugreifen. Sie suchte zudem weitere Informationen von den chinesischen Behörden. In New York City erschienen Fotos von Wang Wang auf einem riesigen digitalen Bildschirm, und ähnliche Plakate wurden in Taiwan aufgestellt. Eine taiwanische Aktivistin spendete dreißigtausend Dollar für ein Plakat und hoffte auf ein „Gefühl der Einheit“, da es die Menschen dazu brachte, gemeinsam für das Anliegen aufzutreten.
Die Debatte in China setzte sich fort, wobei der Fokus auf der Schaffung von Bewusstsein zur Forderung nach Gesetzen gegen Tierquälerei lag. Lokale Unternehmen und Marken veröffentlichten Werbung, die auf die Beendigung von Tiermissbrauch abzielte. Die öffentliche Diskussion zeigte, dass die visuelle Wirkung der Aufnahmen eine tiefgreifende emotionale Reaktion hervorrief und die Notwendigkeit globaler Unterstützung unterstrich.