Der Tod des Professors Jason Arday, der am Freitag in seiner Wohnung in Südlondon gefunden wurde, entfaltete eine Tragödie auf zahlreichen Ebenen. Arday hatte sich bereits letzte Woche als Professor an der Universität Cambridge zurückgezogen, nachdem Anschuldigungen des Plagiats gegen ihn erhoben worden waren, die er entschieden zurückwies. Die Familie des verstorbenen Akademikers drückte in einer Erklärung aus, dass sie von dem Verlust ihres Vaters, Partners, Bruders, Onkels und Sohnes schockiert seien. Der Bundeskanzler Andy Burnham bezeichnete den Vorfall als eine Tragödie auf vielen Ebenen, wobei er betonte, dass es ein Moment der Reflexion sei, um die Ursachen dieser Situation zu ergründen. Er forderte eine Betrachtung der Umstände und der Beiträge Ardays. Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan äußerte sein tiefes Beunruhigtsein über die Familie und Freunde Ardays. Khan kritisierte die unerträgliche öffentliche Verfolgung und die Kampagne der Beleidigung, die Arday ausgesetzt gewesen war. Er sah in dem Tod Ardays eine Mahnung für alle Beteiligten. Der Abgeordnete Bell Ribeiro-Addy präsentierte eine Liste von Personen, die nachweislich Plagiate begangen oder Daten manipuliert hatten. Sie erklärte, dass es sich um eine Medienverfolgung handelte, welche nicht nur Arday ins Visier nahm, sondern alle Unterstützer isolieren wollte. Sie hob hervor, dass die Verfolgung gezielt Personen anstrebte, die Arday unterstützten, und dass die Unterscheidung zwischen den Zielpersonen und Arday auf seiner ethnischen Zugehörigkeit beruhte. Der konservative Abgeordnete James Cleverly äußerte seinen Ärger über Ardays Tod und kritisierte die akademischen Institutionen. Er argumentierte, dass diese Personen Arday in Positionen gesetzt hatten, für die er nicht qualifiziert war, um einen „schwarzen Wunderkind“ zur Schau zu stellen. Er erklärte, dass Ardays Sichtbarkeit unvermeidlich gewesen sei und dass seine gesamte Welt zusammengebrochen sei. Ein Freund Ardays, der klinischer Psychologe Simon Baron-Cohen, berichtete, dass er Arday am Freitagmorgen kontaktiert hatte und das Gefühl hatte, nicht weitergehen zu können. Baron-Cohen betonte, dass Arday ein verwundbares Kind, Teenager und Erwachsener mit Behinderungen wie Autismus und Lernschwierigkeiten gewesen sei. Er forderte für Arday Schutz und angemessene Unterstützung auf. Der Generalsekretär des National Education Union, Daniel Kebede, beschrieb die Situation als eine öffentliche und brutale Demontage, die eine Welle des Rassismus auslöste. Er unterschied zwischen einer bloßen Überprüfung der beruflichen Eignung und einer anhaltenden öffentlichen Kampagne, die eine Einzelperson zu einem Symbol für alles machte, was die rechte Seite als falsch ansah. Diese Entwicklung sendete eine beunruhigende Botschaft an Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen, dass das Erreichen prominenter öffentlicher Positionen zu einer Zielscheibe für Kritik und einen breiteren politischen und kulturellen Widerstand führte. Die Metropolitan Polizei erklärte, dass der Tod Ardays unerwartet gewesen sei, aber nicht als verdächtig erachtet wurde.
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Tod des Professors Jason Arday: Eine Tragödie vieler Ebenen
Anschuldigungen, öffentliche Verfolgung und die Kritik an akademischen Strukturen
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