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Wirtschaft

Topgericht entschied: Leitungswasser im Hotel war kein Verbraucherrecht

Touristenstreit in den Dolomiten führte zu einer klaren Feststellung über die Pflichten von Gastronomiebetrieben

Ein einfacher Wunsch nach einem Glas Leitungswasser in einem Restaurant der Dolomiten führte zu einem Urteil des obersten Gerichts Italiens. Das Gericht entschied, dass die Bereitstellung von Wasser aus der Leitung keine zwingende Verbraucherrecht darstellte, nachdem ein langwieriger und kostspieliger Rechtsstreit abgeschlossen wurde.

Der Fall begann im Jahr 2019, als eine Frau während ihres Aufenthalts in einem Fünf-Sterne-Hotel im Skigebiet Corvara eine Woche verbrachte. Sie verlangte wiederholt Leitungswasser zu ihren Mahlzeiten und bot an, die Kosten dafür zu übernehmen. Stattdessen erhielt sie jede Nacht eine Flasche Mineralwasser, die sie bezahlen musste. Die Beschwerde betraf die ständige Verweigerung der Möglichkeit, Leitungswasser zu konsumieren, und die erzwungene Anschaffung von Flaschenwasser.

Die Klägerin argumentierte, dass Wasser eine natürliche Ressource und ein universelles Menschenrecht sei. Sie forderte die Garantie einer Mindestmenge an lebensnotwendigem Wasser, da dieses für die Erfüllung essentieller Bedürfnisse notwendig sei. Sie betrachtete das Leitungswasser als integralen Bestandteil des Services im Hotel oder Restaurant, vergleichbar mit der Bereitstellung von Bettwäsche oder einem warmen Zimmer.

Die ersten und zweiten Instanzen lehnten den Fall ab. Das oberste Gericht der Kassation bestätigte die Entscheidung und stellte fest, dass kein Gesetz in Italien die Restaurantmanager oder Hoteliers zur Bereitstellung von Leitungswasser verpflichtete. Das Gericht wies den Anspruch auf Schadensersatz für erlittene wirtschaftliche Schäden und emotionale Belastungen zurück.

Obwohl das Urteil die rechtliche Verpflichtung der Betriebe beendete, veränderte sich die Situation im Gastgewerbe. Kunden wurden mutiger, um Plastikmüll zu vermeiden, und immer mehr Restaurants boten gefiltertes Wasser an. Die Diskussion über die Rechte der Konsumenten im Umgang mit grundlegenden Dienstleistungen setzte sich somit fort.

ItalienRechtGastronomieVerbraucherrecht

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