Fünfzehn Menschen starben bei einem Unglück, als ein Touristenboot in der Nähe einer Insel im Süden Vietnams kentert. Laut lokalen Medienberichten sank das Boot bei rauem Seegang und traf nahe der Insel Hon May Rut Ngoai in die See. Die Tragödie ereignete sich am Samstag und führte zu erheblichen Verlusten unter den beteiligten Personen.
Das Schiff transportierte zwanzigndreißig indische Staatsbürger sowie vier Besatzungsmitglieder. Das Boot kippte etwa vierhundert Meter von der Insel Hon May Rut Ngoai entfernt. Mehrere andere touristische Schiffe, die im Gebiet operierten, eilten zur Hilfe. Sie fanden zahlreiche Passagiere im Kenternboot gefangen und retteten sie schließlich. Insgesamt konnten einundzwanzig Personen gerettet werden.
Die Insel Hon May Rut Ngoai, eine unberührte Insel im An Thoi-Archipel im Golf von Thailand, zog viele Touristen für Inselhopping-Touren an. Die Insel lag etwa zehn Kilometer südlich von Phu Quoc, der größten Insel Vietnams. Die Ursache des Unglücks wurde von lokalen Behörden zunächst auf starke Winde und hohe Wellen zurückgeführt.
Nguyen Tien Hai, ein hochrangiger kommunistischer Beamter in der Region, erklärte, dass die Behörden noch mit der genauen Zahl der Opfer und der Überlebenden beschäftigt waren. Er betonte, dass die oberste Priorität die Rettung der Opfer und die Verbringung aller Überlebenden an Land sei. Er forderte, dass alle Anstrengungen auf die Bereitstellung medizinischer Hilfe für die Überlebenden konzentriert wurden.
Die indische Botschaft in Vietnam bezeichnete den Vorfall als „tragisch“ und veröffentlichte die vollständige Liste der zwanzigndreißig indischen Staatsbürger, die auf dem kenternden Boot befanden. Die Botschaft richtete zudem Telefonhotlines ein, um den betroffenen Familien Informationen und Unterstützung zukommen zu lassen.